Minimalstaatsprinzip und die Idee der Freiheit

In nachfolgendem Kommentar möchte ich noch einmal kurz auf die Thematik des Minimalstaates sowie der Idee der Freiheit insgesamt eingehen. Ich habe ja dazu bereits in der Vergangenheit mich ausführlicher auf meinem Blog dazu geäußert, doch hat sich gerade in der aktuellen politischen Lage ja an für sich rein gar nichts an diesen grundlegenden Eigenschaften und Ansichten geändert.

Der Minimalstaat ist eben KEIN schwacher Staat, im Gegenteil, er muss zwangsläufig in den Kernbereichen stärker sein als der überbordende, omnipräsente vorgebliche „soziale“ Verwaltungsstaat der mittlerweile seine klebrigen Tentakel in sämtliche Bereiche des Lebens seiner Bürger hineinstreckt. Und zwar aus dem einfachen Grund das sich ein Minimalstaat mit seinen Kräften auf gewisse Kernkompetenzen konzentrieren kann und diese dann völlig ungestört von anderen Bereichen (da er diese ja nicht zu betreuen hat oder nur noch geringfügig) entsprechend kompetent, vernünftig und zuverlässig ausüben kann. Dieses libertäre Prinzip findet sich parteipolitisch in der Bundesrepublik besonders in der Kleinstpartei „Partei der Vernunft“ (PDV) und in Teilen der FDP und auch der AfD wieder. Wobei die beiden Letzteren freilich noch zig anderen Punkte in ihren Programmen haben die teilweise die Bestrebungen einen schlanken Staat zu schaffen wieder konterkariert, wie bspw. der von der FDP propagierte Bildungszentralismus oder die Forderung der AfD nach Wiedereinführung der Wehrpflicht. Man muss natürlich hierzu wissen, dass sämtliche Parteien ein Eigeninteresse haben den Parteienstaat der immer auch ein aufgeblähter Staat ist am Leben zu erhalten bzw. nicht zu sehr zu verkleinern. Aus rein egoistischen Interessen heraus. Die Parteien und ihre zahlreichen Funktionäre streben freilich in gut bezahlte Posten die dank der staatlichen Parteienfinanzierung wiederum durch den Staat damit quasi „gefördert“ und auch angeregt werden. Eine sich selbst erneuernde Hydra wurde hier geschaffen, wer den politischen Willen und Mut aufbringt dieses Ungeheuer öffentlich zu bekämpfen der muss mit strammen Gegenwind rechnen. Schließlich gibt Niemand gerne zu das seine berufliche Existenzberechtigung faktisch nicht gegeben ist, doch sehe ich insofern noch Hoffnung als das Libertäre eben mittlerweile in vielen verschiedenen Parteien, Stiftungen, Gesellschaft, Vereinen und anderen Zusammenschlüssen aktiv sind. Wie bei Libertären beinahe üblich nie einer Einheitsmeinung oder „der einen reinen Lehre“ verpflichtet aber im Grundsatz einig das weniger Staat mehr Freiheit des einzelnen Menschen beinhaltet. Vielleicht wird sich auf diesem Wege doch noch der Gedanke durchsetzen das die Menschen für ihre Freiheit und für ihr Glück keinen allmächtigen Staat brauchen, sondern lediglich die faire Chance ihres eigenen Glückes Schmied zu sein bzw. zu werden. Das mag idealistisch klingen in einer Welt wo noch immer Großmächte und damit Großstaaten den Ton angeben und immer neuere ungeheuerliche Verbrechen an den Menschen begehen, doch möchte ich mir diesen Idealismus trotz aller Probleme der gegenwärtigen Realität behalten.

Den wie heißt es doch so schön bei Victor Hugo:

„Nichts ist mächtiger als eine Idee deren Zeit gekommen ist!“

In diesem Sinne

Herzlichst


Ihr Michael Sanchez

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