AFD Bashing und die moralische Arroganz der Herrschenden

Das seit den drei Landtagswahlen am vergangenen Sonntag stattfindende und sich in immer absurdere Höhen steigernde kollektive AFD Bashing der etablierten Medien und Parteien wird mittlerweile derart offen primitiv betrieben das selbst der ansonsten desinteressierte Normalbürger der sonst überhaupt nichts mit dieser Partei zu tun hat so langsam in die Verlegenheit kommt diese alleine schon wegen der niveaulosen und skurrilen Attacken der offenkundig hasserfüllten Gegner zu verteidigen.

 

Die Situation ist mehr als Absurd: Der Alternative für Deutschland wird auf der einen Seite vorgeworfen sie würde „neoliberalen Ungeist“ verbreiten (wobei ich anmerken möchte das „Neoliberalismus“ mittlerweile eher ein politischer Kampfbegriff geworden ist und eigentlich mit Liberalismus im klassischen Sinne so rein garnichts zu tun hat…) weil sie einen schlanken Staat fordere und eine sog. „Flat-Tax“ Steuer favorisiere und andererseits moniert man sich über ihren durchaus vorhandenen Kulturkonservatismus wenn sie bspw. eine offensive staatliche Familienpolitik befürwortet und an Kulturstätten wie Theatern die „deutsche Geschichte positiv darstellen“ will (das ist zwar in den meisten anderen Ländern dieser Erde eine Selbstverständlichkeit, aber das nur nebenbei..) oder die uralte Forderung der Konservativen aufgreift und für weitere Strafrechtsverschärfungen wirbt, auch bei Kindern und Jugendlichen. Ich glaube das die Gegner der AFD einfach das Problem haben nicht zu wissen was die da vor sich haben: Ist das nun eine klassisch rechte Partei oder sind das eigentlich „Nationalliberale“ oder „Liberalkonservative“ oder etwas ganz anderes? Die Verwirrung ist groß und darum sind die Angriffe auch immer wirrer und unkoordinierter, man hat Panik nicht genug „Biss“ gegenüber einer Partei zu zeigen die offensichtlich immer mehr Zuspruch von einer sichtlich enttäuschten und sich verraten fühlenden Bevölkerung erhält. Die medial-politische Klasse zittert und bangt um ihre Macht, darum vermeidet man tunlichst eine seriöse Auseinandersetzung mit dieser Partei zu führen. Ich denke es spielt auch eine ganze Menge Futterneid mit, schließlich geht es bei Wahlen auch immer um Plätze an den staatlichen Fleischtrögen. Um parlamentarische Mandate und damit verbundene Mitarbeiterstäbe, Dienstfahrzeuge, diverse finanzielle Zuschüsse und Vergünstigungen für die Parteien und deren Mitarbeiter und und und, der Parteienstaat hat es ja mittlerweile geschafft aus diesem politisch-parlamentarischen Betrieb ein wahrhaft lukratives Geschäft für die Beteiligten zu machen, dass überlässt man dann auch nicht gerne dem politischen Gegner bzw. parteipolitischen Konkurrenz. Auch ist das Machtgefüge im bundesrepublikanischen Parlamentsbetrieb seit dem Einzug der AFD in diverse Landes- und Kommunalvertretungen gehörig durcheinander gewirbelt worden. Man fühlt sich bei den etablierten Parteien in seiner bisherigen Machtbalance und Ruhe gestört und man ist aufgeschreckt weil man es in den letzten Jahren offenkundig massiv versäumt hat die Stimmung innerhalb der Bevölkerung richtig wahrzunehmen. Von daher hat die AFD bei aller berechtigten Kritik wenigstens Ihren Beitrag dazu geleistet das die bisherigen Parteien aus ihrem politischen Dahinsiechen wach gerüttelt wurden, es bleibt nun abzuwarten was diese nun daraus machen.

Ich persönlich halte die Alternative für Deutschland für eine im weitesten Sinne liberal-konservative Partei, sie hat durchaus liberale oder gar libertäre Ansichten was die Themen Wirtschaft, Waffenbesitz, GEZ und Steuern angeht, vertritt zugleich aber vehement konservative Punkte in der Familienpolitik, bei der Strafverfolgung sowie der Datenspeicherung durch den Staat und in der sog. „Kulturpolitik“. Bisher gab es so eine Vereinigung in dieser Größe in der Bundesrepublik schlichtweg nicht bzw. die beiden Unionsparteien haben jenes Wählerklientel in den letzten zwanzig Jahren zunehmen vergrault und missachtet, dafür kommt jetzt die Quittung in Form der kantigen, unbequemen AFD. Auch die FDP trägt eine nicht zu unterschätzende Mitschuld am entstehen einer nun so starken liberalkonservativen Parteiengruppierung. Hätte sie sich mit dem damaligen Spitzenergebnis in der Koalition mit Frau Merkel nicht komplett an die Wand drücken lassen und wäre bei ihren liberalen Wahlversprechen geblieben bzw. hätte klare Kante gezeigt und die Koalition mit den schwarzen Volkserziehern und Berufsbevormundern platzen lassen dann gäbe es Heute die AFD in jener Form überhaupt nicht! Doch man war halt den Ministersesseln näher als dem eigenen Wähler und den eigenen Idealen, dass hat sich nun bitter gerächt. Darum ist die moralische Arroganz und die bis zur Lächerlichkeit zur Schau getragene Überheblichkeit der etablierten Parteien insbesondere ihrer Führungskräfte kaum mehr zu ertragen und an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Die Mainstream-Presse ergießt sich in irrwitzigen Artikeln wo man bspw. einen ehemaligen Lehrer von Frau Petry ausgräbt und diesen unglaublich „kluge“ Sätze über seine einstige Schülerin formulieren lässt, auch wird nun wahrhaftig jede schmutzige Wäsche ausgegraben die man nur irgendwie finden kann und im Turboschleudergang durch gejagt. Einer mir bisher völlig unbekannten AFD Kandidatin Petra Federau aus Schwerin wird beispielsweise vorgeworfen sie habe in der Vergangenheit einen Escort-Service betrieben und sogar in arabische Länder Frauen vermittelt. Ich dachte mir nur gähnend: Na und? Ich meine das war kein Kinderschänderring a la Sachsensumpf wo zig Persönlichkeiten der herrschenden Klasse darin verstrickt waren und bis zum heutigen Tag nicht wirklich aufgeklärt ist, sondern ein legales Unternehmen wo volljährige Frauen für Geld gewisse Dienste anbieten. Nein, dass heißt nicht zwangsläufig wild herum poppen, selbst wenn, dass ist nicht Illegal in diesem Land! (haben übrigens Grüne und SPD zu Recht weiter legalisiert, damals fand man das total Schick und Fortschrittlich…) Es ist ja geradezu irrwitzig wenn man versucht auf der einen Seite die AFD als böse, erzkonservative Truppe anzuprangern aber anderseits moralisch empört reagiert wenn diese dann anscheinend nicht nachtragend ist und kein Problem mit der Vergangenheit eines Ihrer Mitglieder hat, dass ist doch eher ein Zeichen für Toleranz oder sehe ich das Falsch? Und im übrigen ist diese ganze zur Schau getragene moralische Empörung von gerade jenen Kreisen nur lachhaft. Ich meine, hey, schauen sie sich doch mal diese ganzen Typen genauer an: Der Grüne Beck kauft gerne Crystel Meth und bezahlt damit mutmaßlich Strichjungen, SPD-Edathy schaut sich gerne Nackfotos von kleinen Jungs an, der Stasi-Zuträger und Ex-Paffe aus Rostock unser Bundespräsidenten Darsteller Gauck(ler) ist verheiratet lebt aber mit einer anderen zusammen und der sich stets so konservativ gebende Seehofer hält sich auch eine Geliebte die mal irgendwie bei ihm angestellt war und nicht zu vergessen die  Vielheirater Joschka Fischer und sein alter Regierungskumpane (Gas-)Gerd Schröder! Noch irgendwelche Fragen? Gibt es ein besseres Beispiel für schmierig-klebrige Doppelmoral als unsere medial-politische Schickeria und ihre Entourage? Hinzu kommt natürlich auch das die etablierten Parteien und die sie unterstützenden Medien sehr blamiert dastehen würden wenn bspw. eine AFD geführte Landesregierung oder gar eine Bundesregierung mit AFD Beteiligung dann tatsächlich Dinge umsetzen würde wo die Etablierten Jahrelang behaupt haben man könnte das nicht realisieren, (Sitchworte: konsequente Abschiebung von nicht Asylbedürftigen, effektive Grenzsicherung, GEZ Abschaffung, Staatsverschlankung, große Steuerreform etc. pp.) diesen dann wohl unwiderrufbaren Gesichtsverlust wollen sie um jeden Preis verhindern!

So kommt man dann selbst als überzeugter Libertärer in die Verlegenheit die an für sich doch eher konservative Partei zu verteidigen, schon alleine weil die Gegner so dermaßen bescheuert auftreten und so sehr übers Ziel hinaus schießen das man davon sprechen muss das es keine Verhältnismäßigkeit mehr zu geben scheint wenn es darum geht der AFD irgendwie ans Bein zu pinkeln. Und sei es mit noch so niederen Instinkten die dabei mobilisiert werden sollen oder plumper Hetze oder dem Pseudo-Enthüllungsjournalismus a la „Boah! Schau einer an, da sind ganz super böse interne Strategiepapiere aufgetaucht die zeigen wie schlimm die sind“! Ok, hierbei hat sich Shamestream-Presse dann doch wieder einmal selbst blamiert. Denn wenn man damit Stimmung machen möchte das eine Partei für die sinnvolle und kontrollierte Abgabe von weichen Drogen ist, sich für einen schlanken Staat einsetzt, die GEZ abschaffen und das Steuersystem radikal vereinfachen möchte, nun, da macht man ja eigentlich Werbung für jene Partei, doch hier zeigt sich wie beschränkt und verdreht die Mehrheit der Journalie in diesem Land mittlerweile denkt. Die merken es noch nicht einmal wenn sie sich selbst ins Knie schießen, die Leser werden es ihnen garantiert mit noch mehr Kommentaren a la „ihr seid doch Lügenpresse“ und dem nicht kaufen ihres publizistischen Kotes danken!

Dabei wäre es wahrlich nicht so schwierig sich mit der Alternative für Deutschland tatsächlich objektiv und direkt auseinanderzusetzen. Man muss einfach verstehen das momentan innerhalb der Partei ein nicht zu unterschätzender Machtkampf zwischen dem eher gemäßigte, liberal bis libertären Flügel und den sog. „völkischen“ oder schlichtweg nationalistischen, staatsinterventionistischen Flügel a la Björn Höcke u. Co. stattfindet und dieser ist bisher noch nicht entschieden. Letzterer forderte vor kurzem beispielsweise „berechtigte Kapitalismuskritik“(gepostet am 17.03.16 auf seiner Facebook Seite) wobei er mit solchen Sätzen freilich in die Fußstapfen all jener sozialistischen Strömungen tritt wo seit je her glaubten der böse Kapitalismus sei die Wurzel allen Übels. Wobei Höcke im selben Satz dann auch wieder die „soziale Marktwirtschaft“ verteidigen möchte, entweder hat er selbst dann keine wirkliche Kenntnis darüber was Marktwirtschaft wirklich bedeutet oder er macht in bester Politikermanier Stimmenfang am linken und rechten Rand wo antikapitalistische Sprüche zum guten Ton gehören. Und dann tritt bei der Talksendung Maischberger eine gewisse Alice Weidel als Vertreterin des Bundesvorstandes der gleichen Partei auf, diese ist Unternehmerin und Mutter eines Kindes und lebt in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Alleine durch diese persönliche Vita verwirrt sie die Anwesenden Vertreter der etablierten Parteien gehörig. Daran sieht man sehr gut wie widersprüchlich diese Partei bis Heute ist, bis jetzt kann keiner seriös sagen was die Alternative nachher sein wird, der Willensbildungsprozess ist in vollem Gange und wird freilich auch durch die äußeren Umstände wie bspw. die mediale Berichterstattung beeinflusst und wir dürfen gespannt sein wie die Sache letztendlich ausgeht.

Mein Fazit darum: Man kann der AFD vieles vorwerfen und sich mit einzelnen Programmpunkten auseinandersetzen, aber sie mit wahnwitzigen NS-Vergleichen zu attackieren wird sicherlich nichts Positives hervorbringen.

In diesem Sinne

Ihr Michael Sanchez

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2 Kommentare

  1. Herbert Müller

    Kluger Kommentar Herr Sanchez! Es fällt auch immer mehr Bürgern auf das die Realität der AfD Politiker vor Ort so ganz anders sind als das was die etablierte Presse über sie schreibt…. Auch wird bis Heute meiner Meinung nach verschwiegen wie Hoch der Aderlass bspw. bei der CDU bezüglich der AFD Gründung tatsächlich war! Ich weiß von Leuten aus dem CDU Umfeld (eher ehem. Umfeld..) das ganze Kreisverbände sich praktisch aufgelöst haben bzw. in Auflösung sind und auch bei der SPD in NRW es Überläufer gibt. Davon berichtet uns keiner der selbsternannten „Qualitätsjournalisten“…..

    • Ja, die selbsternannten „Qualitätsjournalisten“ tun sich einen Bärendienst mit ihrer Berichterstattung. Vielleicht ja eine versteckte Wahlkampfhilfe für die AfD 😉

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