Flüchtlingskrise und Marktwirtschaft

Ludwig Erhard. Sein Credo: Starke Wirtschaft durch freie Menschen! Was hätte er zur Lösung der Flüchtlingskrise wohl empfohlen? (Bildquelle: Wikipedia)

Lange nichts geschrieben, nein ich war nicht im Winterschlaf auch wenn es mir zeitweise durchaus danach war 😉

Die Ereignisse in Deutschland sind mittlerweile derart vielfältig und überschlagen sich teilweise so sehr das sogar die Mainstream-Medien mittlerweile sich gezwungen sieht auch unschöne Wahrheiten zumindest halbwegs öffentlich zu machen. Ob es die eben leider doch vorhandene höhere Gewaltbereitschaft von sog. „Flüchtlingen“ ist, die massiven Probleme der Migranten untereinander wo sich in regelmäßigen Gewaltausbrüchen in den Flüchtlingsheimen widerspiegelt oder die endlich wenn auch nur langsam einsetzende Erkenntnis das die Bundesregierung ohne jegliches (vernünftiges) Konzept in der maßgeblich von ihr mit verursachten Flüchtlingskrise dasteht.

Wissen Sie es ist leicht theoretische Konstrukte vorzulegen und zu behaupten wenn man das genauso macht würde schon alles „Gut“ werden, doch wenigstens legen solche Leute Konzepte vor, machen sich Gedanken und üben sich in Lösungsvorschlägen und beschränken sich nicht auf das Gesundbeten wie das die Bundeskanzlerin derzeit vormacht. Die derzeitige Flüchtlingskrise könnte wenn das politisch tatsächlich gewollt wäre binnen kürzester Zeit zumindest stark eingedämmt werden wenn nicht gar vollständig gelöst. Sie denken ich übe mich nun auch im theoretisieren? Ja freilich, was bleibt mir auch anderes übrig? Oder glauben Sie wenn ich einen offenen Brief an Frau Merkel schreiben würde Sie dann vom Schreibtischstuhl kippen und los brüllen würde: „Verdammt! Wieso sind wir da nicht früher drauf gekommen?“ Davon abgesehen das ich mittlerweile schwere Bedenken habe bezüglich dem geistigen Gesundheitszustand von Frau Merkel, so glaube ich nicht das diese Frau die sich offensichtlich vorgenommen hat als „Heilige“ in die Geschichte einzugehen überhaupt durch irgendjemanden von ihrem missionarischen Weg abbringen lässt.

Die Flüchtlingskrise offenbart mehr als alle Krisen der Vergangenheit das Versagen des Staates auf nahezu allen Ebenen. Selbst für entschiedene Staatsanbeter wird offensichtlich wie gründlich hier überhaupt keine der ursprünglich für den Staat beanspruchten „Hoheitsaufgaben“ auch nur Ansatzweise umgesetzt werden können. Die innere- und äußere Sicherheit waren selbst für die allermeisten Liberalen eine Kernaufgabe des Staates, während konsequente Liberale bzw. Libertäre auch hier stets warnten das es eben nicht der Weißheit letzter Schuss sei dass ausschließlich zentralstaatlich organisierten Strukturen zu überlassen. Doch das wurde beflissentlich überhört und findet in der Diskussion im allgemeinen politischen Mainstream ohnehin nicht statt. Dort wird wie immer über Symptome gestritten und das i. d. R. sowieso viel zu spät, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist hat jeder auf einmal Kluge Ideen parat und wusste es von Anfang an schon besser. Klar könnte man hier nun einwenden das dies auch auf libertäre Kritiker zutrifft, sicherlich, wobei diese wie schon erwähnt sowieso, grundsätzlich von öffentlichen Debatten in der Bundesrepublik ausgeschlossen sind. Was ihnen dann eben doch einen gewissen „Sonderstatus“ verleiht. Ich meine um zu begreifen wieso sich ausgerechnet jene Flüchtlingskrise überhaupt derart entwickeln konnte muss man in die Historie gehen und verstehen lernen wieso bspw. die großen Einwanderungswellen nach Nordamerika die es im 18. und besonders dann noch einmal im 19. und in kleinerem Umfang auch im 20. Jahrhundert gegeben hat sich langfristig so Positiv auf die dortigen Volkswirtschaften und Gesellschaften auswirkten und warum wir aktuell so dermaßen viele Probleme damit bekommen.  Die damaligen Volkswirtschaften waren „offene Systeme“, relativ freie Märkte wo ungestört jeder der etwas aus sich machen konnte und wollte es i. d. R. auch geschafft hat. Außerdem standen enorme Landflächen zur Besiedlung zur Verfügung, dass dort vorher einheimische Indianerstämme lebten ist ein anderes Kapitel, doch dieser Landreichtum spielte natürlich auch eine nicht unerhebliche Rolle. Schließlich konnten viele Neubürger relativ schnell und einfach Land und damit Eigentum erwerben, es gab keine mittelalterliche Zunftordnung und keinen Landadel wie im alten Europa, auch keine Glaubensverfolgung oder ähnliches. Es lag wortwörtlich in der Hand eines jeden Einzelnen sein Glück zu finden und sich etwas aufzubauen. Es gab keine gängelnden Gewerbevorschriften oder sonstige staatliche Regeln wie wir sie kennen, kaum etwas wo den Handel zwischen den Menschen großartig einschränkte. Und natürlich kam es auch den damals noch existierenden arbeitsintensiven Industrien sehr gelegen das ein Heer von günstigen Arbeitern ankam die man nutzen konnte. Aller kommunistischen Propaganda zum Trotz muss hier erwähnt werden das diese Leute als einfache Arbeiter immer noch mehr erreichten als in ihren Herkunftsländern! Dort wären sie entweder schlichtweg verhungert oder wurden gleich direkt politisch und/oder religiös verfolgt. Und am Beispiel osteuropäischer Juden lässt sich sehr Gut sehen wie aus einer als „unterste Schicht“ ins Land gekommenen Bevölkerungsgruppe binnen einer Generation eine der am wohlhabendsten in der Gesellschaft wurde! Auch viele Deutsche Auswanderer waren damals dabei (die übrigens auch nicht immer gerade Positiv auffielen..) und im überhaupt nicht so „wilden Westen“ suchten und fanden Millionen ihr Glück, gerade weil der Staat so wie wir ihn kennen überhaupt nicht vorhanden war und sich hier Menschen tatsächlich weitgehend frei entfalten konnten. Es entstand eine bis Heute einmalig dynamische Volkswirtschaft die bald als Vorbild für das in dieser Hinsicht deutlich rückständigere Europa galt und letztlich für den Rest der Welt ebenfalls eine Vorbildfunktion einnahm. Ich breche das jetzt einmal kurz herunter auf den Satz: Die wo damals einwanderten sind nicht gekommen um von den bereits dort lebenden auch nur einen Cent zu fordern oder großartig von Ihnen etwas an Unterstützung zu erwarten, sondern waren gekommen um sich ihr individuelles Glück selbst zu suchen und sich etwas zu (er)schaffen! Natürlich muss man dafür die Voraussetzungen schaffen bzw. haben. Doch möchte ich Ihnen hier keinen geschichtspolitischen Exkurs verpassen liebe Leser, wer sich dafür interessiert kann dies in unzähligen Werken haargenau nachlesen. Vielmehr kommt es mir darauf an zu verstehen was solche unglaublich wertvollen Erfahrungen für unsere Gegenwarten bedeuten könnten. Die Lösung für die gegenwärtige Flüchtlingskrise wäre bei der Berücksichtigung der historischen Erfahrungswerte folgende: Der radikale Abbau des staatlich-bürokratischen Regelwaldes, die vollständige Öffnung des Arbeitsmarktes für alle arbeitswilligen Menschen und damit auch die des sog. „Berechtigungswesens“,  Streichung des unsäglichen staatlichen Mindestlohnes, vollständige „Entstaatlichung“ der Gewerkschaften, keinen Rechtsanspruch auf staatliche Sozialleistungen sondern lediglich die Garantie der Gültigkeit der Werte des Grundgesetzes für jeden einzelnen Menschen, keine Sondergesetzgebung für Flüchtlinge oder sonstige Ausnahmeregelungen, letztendlich vollständige Privatisierung der Flüchtlingshilfe. Das diese Maßnahmen freilich auch alle für die einheimische Bevölkerung gelten würde versteht sich von selbst bzw. die Ursachen wieso es überhaupt eine so hohe Anzahl an sog. „Transferhilfeempfängern“ gibt sind letztendlich dieselben die es auch den Flüchtlingen massiv erschweren hier eine realistische wirtschaftliche und persönliche Zukunftsperspektive zu finden. Insgesamt würden dann alle Beteiligten von der Rückkehr zu klar marktwirtschaftlichen Zuständen enorm profitieren, beide Seiten würden für sich etwas Positives sehen, der momentan zu beobachtende „Neid“ bzw. die Angst das einheimische Transferempfänger gegenüber neu zugewanderten benachteiligt werden würde in dieser Form so überhaupt nicht existieren. Auch würde der Strom der Flüchtlinge sich verlangsamen oder sogar ganz abebben weil sich jene wo es tatsächlich  nur auf das abkassieren von staatlichen Transferleistungen abgesehen haben überhaupt garnicht erst auf den Weg machen würden. Solcherlei Umstellungen würden sich im Zeitalter moderner, global vernetzter Kommunikationstechnik binnen weniger Stunden herumsprechen, dass Problem wäre zuerst einmal entschärft und nach einigen Wochen mutmaßlich vollständig gelöst. Doch offensichtlich ist hier kein politischer Wille vorhanden das tatsächlich zu lösen bzw. ich glaube sämtliche etatistisch-staatsgläubige Parteien denken eben in ihren üblichen, für Normalbürger zu Recht schwer verständlichen, ineffizienten und bürokratischen Denkmustern so das sie sich andere Lösungen überhaupt nicht vorstellen können! Die glauben in guter alter deutscher Tradition das man via Gesetz und Bürokratie alle Probleme der Menschen lösen kann, man vertraut lieber der Anonymität und dem Machtanspruch der staatlichen Administration anstatt dem einzelnen Bürger und dessen vitaler Gestaltungskraft. Solch ein Misstrauen gegenüber dem Individuum lässt tief blicken, erscheint hier doch der übliche, abstoßende Dünkel der selbsternannten Eliten gegenüber der einfachen Bevölkerung. Es erinnert einen Fatal an das „sozialistische Arbeiterkollektiv“ der einstigen DDR oder dem „Du bist nichts Dein Volk ist alles“ der Blut-und-Boden-Sozialisten aus dem dritten Reich. Auch hier verachtete man das Individuum aufs schärfste und vertraute lieber der großen, anonymen und freilich immer von einer kleinen Gruppe von Funktionären stets leicht lenkbaren „Masse“.

Vor diesem Hintergrund ist es zu verstehen wenn gerade in liberalen Kreisen die Flüchtlingsmisere als Chance gesehen wird, was sie in einer marktwirtschaftlichen Ordnung wohl auch wäre. Doch in einer derart durchregulierten, zutiefst bürokratisierten Lebens- und Arbeitswelt und  einem bald zu Tode besteuerten Mittelstand endet solch eine Masseneinwanderung in die staatlichen Sozialkassen (die freilich mit Steuergeld gefüllt werden müssen) in einer Katastrophe….. Der „Verteilungskampf im Spätetatismus“ wie in diverse libertäre Denker stets vorhergesagt haben beginnt derzeit vor unser aller Augen und es wird nicht besser werden wenn man weiterhin am Etatismus und am Prinzip der Staatlichkeit festhält. Es ist hierbei nun die entscheidende Frage wie lange die herrschenden Parteien und insbesondere die bundesrepublikanische Administration (hier vorallem die Finanzverwaltung / ergo Geld Eintreibung) solch eine Belastung aushalten, wie lange der Geldfluss damit noch anhält und wie lange sich die ausgepressten Bürger noch halbwegs ruhig verhalten.

Es ist keinesfalls ein Schicksalsurteil das Krisen die im ersten Moment als nicht zu bewältigen eingestuft werden schlussendlich auch solche werden, es liegt in jeder Krise immer auch eine Chance, es liegt an uns betroffenen Menschen sie positiv zu nutzen.

In diesem Sinne

Ihr Michael Sanchez

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