Wie wir alle verarscht werden

Wir sind nur noch Steuermelkvieh (Bildquelle: Wikipedia)

Wir sind nur noch Steuermelkvieh (Bildquelle: Wikipedia)

Jeden Tag stehen wir auf und begeben uns ins alltägliche Hamsterrad. Wir schuften mittlerweile über ein halbes Jahr lang (Siehe hierzu „Steuerzahlergedenktag“ am 08. Juli) für den Staat. Zitat vom Bund der Steuerzahler hierzu:

Am Dienstag, 8. Juli, ist der Steuerzahlergedenktag 2014. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler arbeiten die Bundesbürger dann seit exakt 1:09 Uhr wieder für ihr eigenes Portemonnaie. Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vor diesem Datum erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt. Damit liegt die volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote im Jahr 2014 bei 51,5 Prozent.“

Liebe Mitbürger, liebe Mitinsassen in dieser herrlichen Freiluftklapse, anstelle am 1. Mai den sog. „Tag der Arbeit“ zu begehen sollten wir lieber ein Zeichen setzen und am besagten Steuerzahlergedenktag vor den örtlichen Finanzämtern demonstrieren! Anstatt sich einzureihen bei den Sozialisten aller Couleur und die ewig gestrigen und ewig gleichen, tumben Parolen zu brüllen sollten wir lieber mal die Gewerkschaften und andere Gutmenschenclubs fragen wieso sie nicht aufbegehren wenn die von ihnen so hoch gelobte Arbeiterklasse über ein halbes Jahr für Vater Staat ackert, der gleiche Staat durch Währungsmanipulation zusätzlich das Geld der Bürger aufweicht (entwertet) und so die viel beschworenen „werktätigen Massen“ auf eine Art ausbeutet wo jeder Konzernchef blass dagegen wird?! Wo sind hier die Forderungen der selbsternannten Arbeitervertreter? Wieso das jämmerliche Schweigen? Vielleicht weil sie genauso eng mit dem Staat verbandelt sind wie viele ihre Konzernchefkollegen mit denen sie ein Schattenboxen aufführen a la „Arbeitskampf“ und „Tarifstreik“? Vielleicht weil jene Gewerkschaften längst nur noch zum reinen Selbstzweck existieren? Wo sind die linken Parteien wenn es um die steuerliche Entlastung des einfachen Arbeiters geht? Lieber fordert man Hartz IV zu um ein paar lächerliche Euronen zu erhöhen und noch mehr Schulden zu machen um fröhlich weiterhin (nicht finanzierbare und langfristig sich nur negativ auswirkende) soziale Wohltaten zu versprechen (a la „Bedingungsloses Grundeinkommen“) und sichert sich so vor allem selbst einen Platz an den staatlichen Fleischtrögen! Elendige Heuchler!

Die oben genannten Einkommensbelastungsquote von 51,5% ist übrigens nur das was man mehr oder weniger direkt an Steuern und Abgaben im Schnitt abzugeben hat, wenn sie überlegen wie viele (teilweise Mehrfachbesteuerung wie bspw. bei Sprit) Konsumsteuern, Versicherungssteuern, Oberflächenwasserabgabe, Grundsteuer, Hundesteuer etc. sie zahlen dann kommen sie je nach Rechnung und individueller Lebenssituation auf eine Abgabenquote von mittlerweile jenseits der 70%….. d.h. dass was wir noch als Restbetrag erhalten ist mehr oder weniger ein staatlichen Taschengeld das uns gütiger Weiße noch zugestanden wird.

Das trotz dieser horrenden Belastungen in Deutschland immer noch (!) verhältnismäßig viel Wohlstand „geschaffen“ wird liegt an der verbliebenen Rumpfmarktwirtschaft, den letzten halbwegs freien Märkten in gewissen Branchen. Und nicht daran das der allumfassende Wohlfahrtsstaat ständig regulierend in alle möglichen Bereiche eingreift. Das wir trotz der oben genannten astronomisch hohen Abgabenquoten noch keinen Aufstand haben und nicht schon längst der Bundestag von einer wütenden, sich verarscht und ausgebeutet fühlenden Menge gestürmt wurde liegt vor allem an der beinahe kollektiven ökonomischen Blindheit der Mehrheit der Bevölkerung und der bereits erwähnten bestaunenswerten Leistungsfähigkeit der Restmarktwirtschaft in diesem Land. Gut, bei dem staatlichen Bildungswesen ist es logisch das einem dort freilich nur die üblichen Keynsianischen Verdrehungen der realen Ökonomie eingetrichtert werden. Aber selbst wenn man die Vorgänge nur aufmerksam beobachtet sollten einem an für sich Zweifel an den offiziellen Darstellungen kommen. Die im Keynesianismus allgemein übliche Befürwortung staatlicher Eingriffe und staatlicher Stimulation der Wirtschaft (ergo Lenkung) wird von vielen Menschen als Segnung gesehen. Ohne zu  begreifen das praktisch jeder Eingriff des Staates neue Probleme verursacht die wiederum durch neue Eingriffe zu korrigiert versucht werden. Ludwig von Mises beschrieb dies treffend als Interventionsspirale, ein Teufelskreislauf, wer einmal in im feststeckt kommt schwer oder garnicht mehr heraus ohne einen größeren Zusammenbruch zu riskieren. Auch glauben viele Bürger immer noch die von dreisten Politikern ausgegeben Losung das die „bösen Konzerne“ es auf die Menschen abgesehen haben und darum der Staat sie davor schützen müsse, welche eine wüste Verdrehung der Tatsachen. Insbesondere wenn man sich die Verbindungen zwischen hoher Politik und bspw. der Hochfinanz und anderer internationaler Megakonzerne ansieht.

Und so rackern jeden Tag Millionen von Menschen dafür das der Staat ihnen das erarbeitete über ein halbes Jahr lang raubt ohne sich groß zu beschweren. Es zeugt von der Leistungsfähigkeit der Marktwirtschaft im allgemeinen wenn man bedenkt das trotzdem für die Mehrheit der Betroffenen offenbar noch wenigstens halbwegs akzeptable Löhne und Gehälter herausspringen. Stellen sie sich kurz vor was bei einer nur halb so hohen oder gar noch niedrigeren Abgabenquote für den einzelnen Arbeitnehmer herausspringen würde… doch leider denken die meisten Bürger nicht so weit. So lange es noch für ihre eigenen Bedürfnisse „irgendwie“ halbwegs reicht wird brav weiter geschuftet und sich der staatlichen Ausbeuterei nicht entgegengestellt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Geldsystem selbst. Hier behaupte ich herrscht im allgemeinen völlige Blindheit und Unkenntnis bei über 90% der Bevölkerung. Selbst gebildete Menschen mit Hochschulabschlüssen und einem gewissen Maß an Lebenserfahrung versagen hier komplett. Über das was sie täglich in Händen halten, nämlich IHR Geld, machen sich die allerwenigstens Gedanken. Auf den staatlichen Verschulungsanstalten bekommt man lediglich ein diffuses Halbwissen verabreicht. Nach der kurzen Formel: Staat „schöpft“ (produziert) Geld, sorgt für die „richtige“ Menge, die „richtige“ Inflationsrate, stimuliert bei Bedarf „korrekt“ die Wirtschaft, alles wird Gut, macht euch keinen Kopf, da „Fachleute“ ( in der Realität Politraubritter und deren Helfer) arbeiten dran, bitte weiterschlafen! Auf den höheren Universitäten geht man zwar intensiver auf das Geldsystem und die Ökonomie im allgemeinen ein aber da wird ohnehin der Keynesianismus gepredigt für den ein staatlich monopolisiertes Geldsystem ohnehin das Nonplusultra darstellt. Die Handvoll Akademiker wo dann doch irgendwie  mit der österreichischen Schule der Ökonomie in Berührung kommen werden dann allerhöchstens als kuriose Eigenbrötler angesehen. Darum kommt auch von akademischer Seite hier kaum Kritik am staatlichen Papiergeldmonopol und der unbegrenzten Vermehrbarkeit des staatlichen Zwangsgeldes. Für Otto-normal Bürger ist das einfach ein anderer Kosmos der weit über ihm schwebt, von dem er keine Ahnung hat und von dem er glaubt das es ihn ja auch so nichts angehe was dort abläuft. Erst wenn er begreift das jenes Staatsgeld immer weniger Wert hat und er in Folge dessen auch immer weniger dafür bekommt dämmert es ihm das da irgendwas nicht stimmen kann. Doch leider ist dann i. d. R. zu spät bzw. dann rollt die Inflations- und letztendlich damit auch die Enteignungslawine bereits.

Meiner Meinung nach ist das einzige Thema wo man den Durchschnittsbürger noch halbwegs erreichen kann das der allgemeinen Steuern und Abgaben. Das ist einfach zu erklären und man muss nicht gleich einen Grundkurs in österreichischer Ökonomie in drei Minuten verpacken. Denn wenn selbst der einfachste Bürger einkaufen geht und seine Einkaufsquittung ansieht steht dort irgendwo „19% MwSt“. Da ist er also wieder, der unsichtbare, aber eigentlich doch spürbare Steuerarm des Staates. Vielleicht verlange ich zuviel, aber wenn dann der gleiche einfache Bürger vielleicht aus versehen beim Altpapier raus bringen doch mal seinen Lohnzettel etwas genauer ansieht und entdeckt was Vater Staat hier noch an Sozialabgaben, Soli, Pflegeversicherung u.ä. abzwackt, dann könnte man erwarten das er zumindest Kenntnis davon hat das er immer und überall ordentlich was an diesen abführt. Und wenn er dann bemerkt wie mehr oder weniger alle sog. „Dienstleistungen“ (was nebenbei bemerkt keine echten Dienstleistungen sind, oder kennen Sie in der freien Wirtschaft „Zwangsdienstleistungen“?) die jener sich sonst so allmächtig gebende Wohlfahrtsstaat immer mieser werden, wie alles vor die Hunde geht was diese staatlichen Suppenkasperplaner so anfassen, dann könnte man erwarten das er das doch irgendwie kritisch sieht. Vielleicht denkt er dann sogar: Heilige Sch….! Ich zahle immer mehr und immer öfter und das was ich als Gegenleistung bekomme wird immer weniger und qualitativ schlechter. Ich denke wer so weit ist und sich dann traut einen Flyer irgendeiner liberale/libertären Vereinigung/Partei zu lesen der wird vielleicht sogar bemerken das es ja auch eine politische Richtung (eigentlich die nichtpolitischste die es gibt, doch das nur nebenbei) gibt die diesen ganzen Staatsirrsinn so nicht toleriert: Den klassischen Liberalismus oder meinetwegen Libertarismus. Doch der letzte Satz ist natürlich Fantasie, soweit gehen 95% der Bevölkerung nicht. Sie erkennen durchaus was da vor sich geht, sie sehen sicherlich auch einen Großteil der Problematiken, aber mehr eben auch nicht bzw. es folgen keine Konsequenzen daraus oder das er beispielsweise nun andere Parteien wählen würde die eher seinen Vorstellungen entsprechen. Leider haben sich die meisten längst in eine Art innere Immigration zurückgezogen. Sie nicken bei Umfragen höchstens freundlich und denken sie können durch möglichst langes nicht Reagieren sich dem Zugriff des Staates irgendwie entziehen. Das ist die berüchtigte Vogel Strauß Mentalität die noch nie geholfen hat aber trotzdem immer wieder versucht wird.

Ich denke das ganz große und vor allem böse Erwachen kommt wirklich erst dann wenn die durch nicht realistischen Niedrigzins und unbegrenzte Geldmengenausweitung gebildeten Megablasen wirklich nacheinander knallen. Bei den Baukrediten fürs kleinbürgerliche Eigenheim wird das aufgrund sog. „Zinsfestschreibungen“ durchaus erst in 10 bis 15 Jahren der Fall sein, doch ob die EURO Währung so lange hält bleibt fraglich. Es ist mehr oder weniger alles auf Sand gebaut. Auch die ständigen Meldungen das Deutschland wieder und immer wieder sog. “ Exportweltmeister“ ist erinnern mehr an die Jubelmeldungen der DDR Sendung Aktuelle Kamera und weniger an unabhängige Berichterstattung über die wahre Faktenlage. Wer Exportweltmeister wird weil die Währung immer „weicher“ wird der hat selbst wenn man nach der bisherigen Mainstream-Schulökonomie geht überhaupt nichts begriffen. Deutschlands Maschinenbauer sind einst zu Weltruhm gekommen weil sie die modernsten und verlässlichsten Maschinen ihrer Zeit entworfen haben! Gute Produkte brauchen kein staatliches Weichgeld um erfolgreiche Exportprodukte zu werden. Kleines Beispiel: Selbst im zutiefst kommunistischen Kuba sind die berühmten Zigarren Exportschlager, seit mehr als hundert Jahren! Egal wer da grad regierte und welche Währung aktuell der Staat vorgab. Doch das nur als kleiner Exkurs für alle die immer noch das Märchen glauben das wir hier den totalen Zusammenbruch unserer Industrie erleben würden wenn der Euro weg wäre oder gar das staatliche Geldmonopol fallen würde.

Ich könnte hier noch Seitenweise Ausführungen machen darüber was es für weitere finanzielle und andere Folgen für die Bürger haben wird wenn der staatliche Steuerirrsinn und die staatliche Geldpolitik endgültig am Ende sind, doch das würde sehr wahrscheinlich eh keinen wirklich interessieren und außerdem ist das nicht Gegenstand dieses Artikels. Ich hoffe das die Bürger wo sich wenigstens noch einen Rest an Aufmerksamkeit gewahrt haben es nicht länger mit sich machen lassen, also sich nicht länger als Steuermelkvieh des Staates gängeln, bevormunden und letztendlich verarschen lassen sondern den Protagonisten dieses Systems die finanzielle Grundlage entziehen.

In Abwandlung eines Ausspruches des Wirtschaftsjournalisten und Vorsitzenden der Ludwig Erhard Stiftung Roland Tichy schließe ich darum mit folgenden Worten: Besetzt die Finanzämter anstatt die Betriebe, anstatt GDL Streik Steuerstreik! Nehmt diesen Politgaunern das Geld weg denn es ist eures!

In diesem Sinne trotzdem schöne Pfingsten

Ihr Michael Sanchez

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2 Kommentare

  1. Sebastian

    Ein Artikel um mal wieder auf den Boden runterzukommen. Danke!
    Ihnen auch schöne Pfingsten und bezahlen sie dieses Wochenende nicht soviele Steuern 😉

    • Danke! Ihnen auch! Ich werde mich bemühen 😁😀😊

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