Die Gleichheit

Égalité – die Gleichheit, des Deutschen liebstes Kind... (Bildquelle: Wikipedia)

Égalité – die Gleichheit, des Deutschen liebstes Kind… (Bildquelle: Wikipedia)

Die Deutschen lieben sie einfach: Die Gleichheit. Die ist ihnen letztendlich wichtiger als Freiheit. Gleich müssen alle sein, gleich und nochmals gleich!

Ich versuche mich ja stets in die Gedankenwelt jener zu versetzen die ich am wenigsten verstehe, dass fördert wirklich erstaunliche Ergebnisse zu Tage. Ich versuche heraus zu finden warum beispielsweise jene ich nenne sie hier mal Salopp „CDU-Konservative“ also die Mehrheit jener die bei der Wahl Mutti Merkel und Co. wählen so erpicht darauf sind das Leben ihrer Mitbürger regeln zu wollen. Vorallem wieso sie ständig denken das sie genau wüssten was für ihre Mitbürger richtig sei. Ich denke da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum einen natürlich die von Klein auf eingetrichterte These und Philosophie das ohne einen Staat und seine allumfassenden Regeln praktisch die Evolution Rückwärts laufen würde und wir binnen kürzester Zeit flächendeckend Chaos und Gewalt hätten. Da wird schlichtweg mit der Angst gespielt, super Sache wenn man Menschen mit Angst regiert, dass nur mal so nebenbei. Auch wird an das soziale Gewissen appelliert, ohne Staat würden Menschen verhungern und umkommen, ohne die allmächtigen Fürsorgeorgane wären wir ein Haifischbecken wo die sog. „Schwächsten“ umgehend der Vernichtung Preis gegeben würden. An dieser Stelle der Vermerk das es auch in Deutschland im Jahre 2015 Menschen gibt die an Hunger bzw. an dem dadurch folgenden Organversagen sterben, es unzählige verwahrloste und misshandelte Kinder gibt, es Obdachlose gibt die keinerlei Unterstützung (und wenn nur Marginal) erhalten und wir mittlerweile hunderttausende von Leuten (in der Regel Rentner und Jugendliche und Kinder) haben die jeden Tag  bei den sog. „Tafeln“ anstehen weil sie nicht genug Geld haben um sich selbst genügend und ausreichend Nahrungsmittel zu kaufen. Soviel dazu da es dies ja eigentlich garnicht geben dürfte in unserem super tollen Sozialstaat. Und man komme mir nicht mit dieser hirnrissigen Argumentation das ohne den Staat ja noch alles viel viel Schlimmer wäre, Bullshit liebe Leser! Der Sozialstaat entsolidarisiert die Menschen und schafft eine kostenintensive aber höchst ineffiziente Umverteilungsmaschinerie die im Zweifelfall die Leute regelrecht verwurstet und in staatlich gesicherter Armut und staatlich mitverantwortetem Hunger dahin vegetieren lassen. Punkt! Doch genau das ist ein großer Punkt wo viele Bürger der noch vorhandenen (Rest-) Mittelschicht ernsthaft glauben das es so etwas dank Vater Staat ja in Deutschland nicht gebe. Googeln sie einfach Mal „Hungertote in Deutschland“, sie werden erstaunlich viele Berichte von verhungerten Hartz IV Empfängern, Rentnern, Kindern und Jugendlichen finden. Zeitungsberichte aus etablierten und völlig unverdächtigen Medien belegen  hier unzählige Fälle wo es nach Ansicht der Staatsgläubigen überhaupt nicht geben dürfte. Ich nehme gerade das Beispiel weil dieses wohl jeden berührt der weiß wie es ist hungrig zu sein, es ist ein Urbedürfnis von uns allen unseren Hunger zu stillen, sollte dieser aufgeblähte Megastaat der jedes Jahr hunderte von Millionen an Steuergeldern für allen möglichen Blödsinn ausgibt nicht wenigstens das zu verhindern wissen? Offenbar nicht! Lieber verbuddelt er Bahnhöfe, baut nicht funktionsfähige Flughäfen, nutzlose Mega-Rennbahnen oder überdimensionierte Philharmonien auf Steuerzahlerkosten oder rüstet Panzer kostenintensiv dazu um das ihn auch schwangere Soldatinnen bedienen können…. Gibt es eigentlich überhaupt einen Grund zu glauben das der Staat irgendwie besser wüsste was er mit unserem Geld anfängt als wir selbst? Entschuldigung liebe Mitbürger und vorallem jene „CDU-Konservativen“: Euer Scheiß Staat hat auf ganzer Linie versagt! Er lässt Menschen verhungern oder zumindest dahin vegetieren, er schafft es nicht eine halbwegs zuverlässige Altersrente aufzubauen, er hat einen in der Welt wohl einmaligen Beamtenapparat geschaffen der an Ineffizient kaum mehr zu überbieten ist dafür aber Unsummen an Geld verbrennt, er mischt sich immer penetranter in mein Leben ein, belästigt mich jeden Tag aufs Neue mit irgendwelchen Vorschriften die freilich immer zu meinem „Besten“ sein sollen, erdreistet sich frech ständig in meine Vertragsfreiheit einzugreifen und so weiter und so fort….die Liste ließe sich praktisch endlos fortsetzen. Doch egal was man anführt die Gutgläubigen und wohl auch dummgläubigen Mainstream-Bürger verteidigen auf Gedeih und Verderb „ihren“ Staat.

Doch das sich wie ein roter Faden durch alle Forderungen jener „CDU-Konservativen“ und Merkelgläubigen ziehende Argument von der „Gleichheit“ scheint in der Auflistung von Irrsinnideen eine besondere Priorität zu haben. Keiner darf hervorstechen und keiner darf anders sein, ja, ein völliger Widerspruch zur sonst so aufgeblasen zur Schau gestellten angeblichen „Vielfältigkeit“. Gut, politische Schizophrenie gehört bekanntermaßen seit je her zum Konservatismus dazu, aber das was wir Heutzutage erleben erreicht immer neue Stufen des Wahns. Unter Vielfältigkeit verstehen diese Leute natürlich das was  in ihrem „Rahmen“ ablaufen darf bzw. ihren Vorstellungen entspricht. Alles soll hübsch eingezäunt und passend ins geistige Karo geklopft werden, Vielfältigkeit und Pluralität nach Maß und vom Fließband mit beängstigender deutscher Gründlichkeit und einem unerträglichen Maße an Pedanterie. In Deutschland glaubt man viel mehr als in anderen Kulturräumen das Gleichheit irgendwie das Maß aller Dinge sei und vorallem das dies irgendetwas mit Gerechtigkeit und dem geliebten deutschen „Allgemeinwohl“ zu tun habe. Ein Irrglaube der aber offensichtlich unausrottbar ist und sich seit mehr als hundert Jahren in den Köpfen der deutschen Mehrheitsbevölkerung eingebrannt hat.

Der Glaube das wenn alle „gleich gemacht“ sind es schon „irgendwie“ Gerechtigkeit für alle geben entspringt meiner Meinung nach dem trügerischen Gedanken das es Niemand geben dürfe der sich „besser stellt“ als alle anderen oder für den andere Gesetze und Verhaltensregeln gelten als für den Rest einer Gesellschaft, Gruppe o.ä. Soweit so Gut oder eben Schlecht…. Ein libertärer Grundsatz ist der das alle Menschen die gleichen unveräußerlichen Rechte von Geburt an besitzen, allen voran das Eigentumsrecht an sich selbst. Aus diesem Grundsatz leitet sich ohnehin automatisch ab das es „besser Gestellte“ oder irgendeine künstliche Autorität überhaupt ungemein schwer hat sich langfristig zu behaupten. Gegen eine natürlicher Autorität wird auch kaum ein Anarchokapitalist oder meinetwegen auch ein klassischer Liberaler etwas haben. Nur gegen jene Autoritäten die sich mit Gewalt oder der Androhung von Gewalt behaupten müssen regt sich naturgemäß erheblicher Widerstand. Doch genau diesen Unterschied scheinen die meisten Zeitgenossen nicht zu kennen, darum fordern sie eine gleichmacherische Politik die dann ähnliche Ergebnisse liefert wie einst im Kommunismus wo dann alle gleich wenig hatten, alle gleich schlecht behandelt wurden und alle gleich Unfrei waren.

Woher die spezifisch deutsche Neigung kommt sich so sehr auf dieses politische Dogma Namens „Gleichheit“ einzuschießen hat sicherlich vielfältige Gründe, sie alle im Detail zu erläutern wäre Stoff genug für ein eigenes Buch. Doch meine ich zu erkennen das vieles dem  Umstand geschuldet ist das es ein historisches Missverständnis mit diesem oftmals missbrauchten Begriff gibt, gerade in Deutschland. Vorallem ist es aber auch die allgemeine deutsche Sehnsucht nach einem Kollektiv, einer größeren Einheit der sich der Einzelne gefälligst devot unterzuordnen hat. Früher der Stamm, dann irgendwann die „deutsche Schicksalsgemeinschaft“, wahlweise danach die „Volksgemeinschaft“, dann wieder das „sozialistische Arbeiterkollektiv“ in der DDR, es gibt zahlreiche Facetten jenes Kollektivwahns dem die Deutschen seit je her zuneigen. Er stürzte Deutschland immer wieder ins Verderben und doch sehnen sich so viele danach. In der namenlosen, anonymen Masse unterzugehen und sein eigenes Ich zu vergessen scheint für viele Zeitgenossen nach wie vor ein verlockender Gedanke zu sein. Mir kommt eher ein Würgereiz bei soviel Gruppenzwang, Heuchelei und Wahn in einem. Gleiche Rechte für alle, gerne, erzwungene Gleichmacherei und staatliche Nivellierung nein Danke!

Der Sozialstaat und seine Politik der strukturierten Einebnung sämtlicher individueller Unterschiede wird dieses Land eines Tages noch vollends ruinieren. Dann sind wirklich alle gleich, besonders gleich arm dran.

Herzlichst Ihr

Michael Sanchez

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: