Massentierhaltung

Moderne Massentierhaltung, ein Phänomen des freien Marktes? (Bildquelle: Wikipedia)

Moderne Massentierhaltung, ein Phänomen des freien Marktes? (Bildquelle: Wikipedia)

Ein heikles Thema das in unserer Wohlstandsgesellschaft immer wieder hoch kocht und dann doch wieder schnell in Vergessenheit gerät ist die Problematik der sog. „Massentierhaltung“. Es gibt mittlerweile zahlreiche Berichte über die Auswirkungen jener industrialisierten Zucht, jedoch kaum Informationen darüber wie es zu solchen Zuständen überhaupt kommen konnte, hier liegt nämlich meiner Meinung nach auch der Schlüssel zur Lösung des Ganzen.

Zuerst stellt sich die Frage seit wann gibt es die Massentierhaltung in dem Umfang wie wir sie Heutzutage erleben? Je nach Recherche finden wir heraus das diese sich in den letzten ca. 25 bis 35 Jahren herausgebildet hat. Doch die waren nicht einfach plötzlich da, nein, hier gab es eine Ursache die viele Heute vergessen oder verdrängen: Die EU und vormals bereits die EG hat vor allem mit Subventionen die massenweise Haltung von Tieren aller Art überhaupt erst durchgesetzt und für Unternehmen attraktiv gemacht! Der Hintergedanke war das man in Europa nie mehr Hungern sollte und daher ganz im planwirtschaftlichen Sinne die Produktion von günstigem, industriemäßig hergestellten Lebensmitteln und besonders eben auch Fleisch zielstrebig und bewusst forcierte. Die Ergebnisse dieser Subventionsorgie sind die hässlichen, zutiefst tierunwürdigen Massentierhaltungsbetriebe wie wir sie heute beinahe überall „bewundern“ können. Durch diese mehr oder weniger direkt staatliche (auch auf EU Ebene ist es letztendlich immer eine staatliche Maßnahme) Einflussnahme wurden die Verbraucher über Jahre daran gewöhnt das bspw. Hühnerfleisch zu ungewöhnlich günstigen Preisen angeboten werden konnten, dass wiederum führte dazu das die Konsumenten das natürlich auch öfters einkauften und verzehrten. Dass heizte die Nachfrage dann ganz real an, während die EU weiter subventionierte bzw. durch das etablieren jener „Fleischfabriken“ kleine oder alternative Betriebe die vielleicht Natur und Tier schonende Zuchtmethoden verwendeten mittels Preisdumping als ernstzunehmende Konkurrenz ausgeschaltet oder an den Rand gedrängt wurden. Das ist schlichtweg eine Marktverzerrende Maßnahme, Ludwig von Mises nannte das die „Interventionsspirale“. Die verkürzt ausdrückt besagt das wenn ein Staat einmal in einen Markt eingegriffen hat es danach immer wieder tun müsste weil er die natürlichen Mechanismen des Marktes gestört oder ganz ausgeschaltet hat und es damit zu Verzerrungen kommt und letztendlich auch zu allgemeinen Zuständen die man als „nicht normal“ beschreiben muss kommt. Das alles hat natürlich letztendlich auch Auswirkungen auf den Endverbraucher, dieser bekommt stark mit Medikamenten behandelte, gentechnisch veränderte und/oder schlichtweg ungesunde bzw. mangelhafte Produkte auf den Tisch.

Die moderne Massentierhaltung mit all  ihren hässlichen und überaus abstoßenden Begleiterscheinungen wäre ohne staatliches Eingreifen nicht möglich gewesen. Hätte allen voran die EU aber auch immer wieder einzelne nationale Regierungen solche Fleischproduktionsstätten nicht massiv gefördert und gefordert so würde heute unsere Fleisch- und Lebensmittelwelt anders aussehen. Wir hätten eine Vielzahl an verschiedenen Herstellern, sicherlich auch sehr preiswerte, auch viel mehr regionale Angebote. Die Verbraucher könnten viel mehr als Heute durch ihr Kaufverhalten die Hersteller zu der einen oder eben anderen Methode bewegen. Keine EU Bürokratie die seit Beginn ihres Bestehens besonders in der Landwirtschaft herumpfuscht und manipuliert was das Zeug hält! Es klingt beinahe zynisch wenn dann ausgerechnet über staatliche Zwangsgebühren a la „GEZ“ und „Beitragsservice“ Sendungen produziert werden die oberlehrerhaft auf die Fehler und Entgleisungen in der modernen Lebensmittelindustrie hinweisen. Und dann als Gipfel der Unverschämtheit noch fordern das gefälligst wir bösen Verbraucher doch unseren Fleischkonsum einstellen sollten, willkommen beim Grünen Veggie Day Irrsinn! Entschuldigung, erst bietet man Jahrzehnte lang preisverzehrt, manipuliert aber ohne mit der Wimper zu zucken Tiefpreisfleisch an und wenn die Leute darauf anspringen haut man ihnen auf die Finger und nennt sie „unverantwortliche Konsumenten“, am Arsch hängt der Hammer liebe Leser! Die übliche Art wie man die Leute für (Sau-)Dumm verkauft und selbst zugleich seine Hände in Unschuld wäscht und so tut als seien all die Perversionen lediglich dem „natürlichen Marktgeschehen“ zu verdanken. Ich bin mir manchmal nicht sicher ob das aus purer Boshaftigkeit, Idiotie oder der grenzenlosen menschlichen Naivität heraus entsteht, auf jeden Fall wird es Zeit die waren Ursachen öffentlich zu benennen und nicht die üblichen Scheindebatten zu führen die dann letztendlich immer noch mehr Regulierung, noch mehr Verordnungen, noch mehr Überwachung und letztendlich noch mehr Staat fordern.

Was wären Lösungen dafür? Nun, es müssten rigoros sämtliche Subventionen gestrichen werden, es dürfte für alle Lebensmittelerzeuger keine Einschränkungen geben wie und wo und für wie viel sie ihre Produkte verkaufen. Qualitätssiegel und Zertifikate gab und gibt es seit langem in der Wirtschaft, sie hätten in einem freien Markt wesentlich mehr Möglichkeiten bzw. sie sind ein Indikator für den Verbraucher zu wissen was er hier wo kaufen kann. Und bevor man mir nun wieder mit der alten Leier von den berüchtigten „schwarzen Schafen“ kommt, die gab es, die gibt es und die werden sie selbst in einer 100% Staatswirtschaft a la Nordkorea finden und nicht vollständig ausmerzen können! Also gleich wieder vergessen solche Gedanken, langfristig setzen sich hier immer die besten Unternehmen durch, schließlich sind sie angewiesen darauf das ihre Kunden freiwillig bei Ihnen kaufen sonst gehen sie den Bach runter. Nicht wie bei staatlichen oder zumindest stark staatlich subventionierten Unternehmen wo es letztendlich egal ist was der Verbraucher will, schließlich wird man mit Steuergeldern am Leben gehalten bzw. kann dadurch den Markt künstlich verzerren und sich Wettbewerbsvorteile gegenüber der nicht staatliche geförderten Konkurrenz erschleichen.

Abschließend halten wir also fest das die Massentierhaltung viel weniger mit dem Konsumverhalten in unserer modernen Industriegesellschaft zu tun hat als viel mehr mit staatlichen Manipulationen und der auch hier wieder zu Tage tretenden negativen Auswirkungen von Kumpanei zwischen Big Business und staatlichen Strukturen. Die beste Methode gegen solche unsäglichen Fleischfabriken ist also der freie Markt!

In diesem Sinne

Herzlichst Ihr Michael Sanchez

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