Gewalt durch Wachschutzpersonal in Asylheimen -Ergebnisse von „Privatisierungen“?

Ordnungsgemäßer Schutz nur durch staatliche Polizei möglich? (Bildquelle: Wikipedia)

Ordnungsgemäßer Schutz nur durch staatliche Polizei möglich? (Bildquelle: Wikipedia)

Derzeit erregen einige Fälle von Misshandlungen in Asylheimen durch das jeweilige Sicherheitspersonal die öffentlichen Debatte. Die Befürworter und Anhänger des staatlichen Gewaltmonopols sehen es als Bestätigung dafür das private Sicherheitsdienste eben doch unprofessionelles Personal hätten und keinesfalls die Aufgaben von Polizei bzw. anderen staatlichen Sicherheitskräften ersetzen könnten.

Doch ist das wirklich ein Argument gegen private Sicherheitsdienstleister? Oder wieder Mal eine dreiste Verdrehung der Tatsachen? Ich denke eher Letzteres, denn es müssen einmal folgende Dinge klar gestellt werden:

  1. Bei privaten Sicherheitsfirmen gibt es freilich auch schwarze Schafe die unqualifiziertes und psychisch nicht geeignetes Personal für solche Arbeiten abstellen. Wenn ich mir überlege das die Asylheime staatlich betrieben sind dann kann ich mir Gut vorstellen das selbstverständlich wieder der günstigste Anbieter und nicht der Beste genommen wurde. Das ist ein wichtiger, nicht zu unterschätzender Faktor!
  1. Wir leben in einer Welt mit staatlichem Gewaltmonopol. Dass heißt die bisher existenten Sicherheitsfirmen sind dadurch in ihrer Tätigkeit und damit auch in ihrer Professionalisierung eingeschränkt. Verkürzt ausgedrückt heißt das sie „können nicht immer so wie sie gerne wollten“. Wir würden bei einer Einschränkung oder gar gänzlichem Fall des staatlichen Monopols ein aufblühen in dieser Branche erleben und damit auch eine Professionalisierung jener Firmen.
  1. Die Kosten. Wer glaubt das es den Flüchtlingen besser ginge oder gar Kosten gespart würden wenn der Staat besseres Personal bereitstellt und er selbst die Wachschutzaufgaben in jenen Heimen übernimmt den möchte ich hier sehr höflich noch nur als „Naiv“ bezeichnen. Wissen Sie um die internen Zustände in staatlichen Polizeien? Wie es bspw. bei der Bereitschaftspolizei zugeht die sehr wahrscheinlich für solche Arbeiten dann in Anspruch genommen würde? Das bspw. in Berlin Polizisten für einen Hungerlohn jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzen müssen? Glauben sie dieses staatliche Sicherheitssystem produziert super motivierte und geeignete Leute für solche durchaus sensiblen und anspruchsvollen Aufgaben? Und nein, wenn wir da mehr Steuergelder hineinpumpen dann produzieren wir nur noch größere Verwaltungswasserköpfe, keine effizienten Sicherheitsstrukturen. Das haben ALLE Reformen in den letzten Jahrzehnten auf diesem Gebiet bewiesen!
  1. Verantwortung für die Heime. Wer ist Träger dieser Asylheime? Genau, der Staat! Wenn es der sonst von den Deutschen so überschwänglich verehrte „Vater Staat“ nicht hinbekommt in seinen Einrichtungen für ordentliche Verhältnisse zu sorgen dann ist das ein Versagen jenes Staates. Denn er beauftragt die jeweiligen Sicherheitsunternehmen, er hat dafür Sorge zu tragen das hier nicht irgendwelche undurchsichtigen Firmen den Zuschlag bekommen sondern muss gewissenhaft prüfen mit wem er es hier vor sich hat. Wo sind denn die ansonsten so peniblen Beamten? Oder sind die nur dann penibel und dann zur Stelle wenn es um meine Steuererklärung und damit um Einkünfte vom „lieben Vater Staat“ geht? Wenn die Amtsschimmel zu doof sind ordnungsgemäß zu prüfen wer in ihren Heimen den Wachschutz übernimmt dann ist das ein Skandal! Das bei Security Firmen oftmals auch eher unterdurchschnittlich begabte Leute am Werk sind ist für jeden der einmal mit solchen zu tun hatte nun wahrlich keine Neuigkeit. Doch auch hier gibt es Himmelweite Unterschiede, eben genau darin besteht ja auch die Herausforderung entsprechend richtig und korrekt auszuwählen. Also selbst das was in jeder durchschnittlich begabten Firmenverwaltung jeden Tag wie selbstverständlich funktioniert schafft die staatliche Administration nicht.
  1. Bei all der berechtigten Empörung über die Zustände in solchen Heimen bzw. dem natürlich nicht zu tolerierenden Verhalten jener Wachschutzleute dort wird übersehen wie oft es zu unglaublichen Fehlverhalten staatlicher Ordnungskräfte kommt. Wie offenkundig völlig überforderte Polizeikräfte jeden Tag Bürger schikanieren weil sie bspw. völlig sinnbefreite Vorschriften versuchen durchzusetzen bzw. dessen Einhaltung überwachen sollen. Ich bin überzeugt davon das dies viel häufiger vorkommt und das leider viel öfters überhaupt nicht öffentlich bekannt wird. Haben Sie schon Mal versucht gegen ein Fehlverhalten eines Beamten vorzugehen? Wenn Beschwerden und Anzeigen überhaupt nicht von der Staatsanwaltschaft angenommen werden? Wenn sich die Treusorgenden Staatsdiener gegenseitig decken und sie als kleiner Bürger nur der letzte Trottel sind? Glauben Sie das wenn solche Leute dann in genannten Heimen das Kommando übernehmen alles Gut wird? Es kommt letztendlich auf die Qualifizierung des Personals an, alleine das ist Ausschlaggebend.

Zum Abschluss sei mir noch die Bemerkung erlaubt das solche „Asylheime“ meiner Meinung nach ohnehin zweifelhafte Einrichtungen darstellen die alleine durch die starke räumliche Konzentration von Menschen mit wahrlich nicht schönen Vergangenheiten und teilweise traumatischen Erlebnissen zusammengepfercht dort regelrecht „verwahrt“ werden und damit Zwischenfälle und Konflikte vorprogrammiert sind. Man darf sich die Frage stellen ob staatliche „Flüchtlingspolitik“ überhaupt jemals tatsächlich funktioniert hat. An für sich währe das ein klassisches Aufgabengebiet für private karikative Organisationen, der eiserne Glaube gerade in Deutschland das immer nur dann etwas funktioniert wenn es vom Staat aus organisiert wird ist einer der fundamentalsten Denkfehler im Glaubenskonstrukt der Staatsjünger. Auch das unsinnige Arbeitsverbot für Flüchtlinge gehört längst aufgehoben. Wenn jemand hier die Möglichkeit bekommt zu arbeiten und damit auch wirtschaftlich und sozial aufzusteigen würden zahlreiche damit zusammenhängende Konflikte von vorn herein vermieden werden. Mein Vorschlag: Lieber Staat, wenn Du uns schon die Kohle so ungeniert aus den Taschen ziehst dann gib wenigstens die staatliche Asylhilfe auf, gebe das gesparte Geld privaten Hilfsorganisationen und hör auf Leute mit Arbeitsverboten zu belegen. Den Rest regeln wir schon alleine. Ach ja, und bei der Gelegenheit kannst Du auch gleich die mit Asyl u. ä. beauftragten Behörden ersatzlos auflösen und das gesparte Geld ebenfalls uns, Deinen Steuerzahlern und Bürgern, wieder zurückgeben, wir wissen damit besser um zu gehen als Du!

In diesem Sinne

Herzlichst Ihr Michael Sanchez

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