Linke und Konservative -Brüder im Geiste der Staatsgläubigkeit

Beklagen "Werteverlust", JU oder Linksautonome? (Bildquelle: M. Sanchez Archiv)

Beklagen „Werteverlust“, JU oder Linksautonome? (Bildquelle: M. Sanchez Archiv)

Gestern beim spazieren gehen fand ich an einen Brückenpfeiler folgendes Zitat gesprüht: „In einer Welt die alle Freuden in Waren verwandelt bleibt uns noch immer die Freude diese Welt der Waren zu zerstören.“

Ich tippe nun Mal scharf darauf das es eher Linke Jungsprayer waren und weniger die örtliche Junge Union Gruppe wo hier ihren Frust hin pinselte. Offensichtlich glauben diese jungen Leute das in dieser unseren Welt sämtliche Freuden (ein sehr weit gefasster Begriff, was ist allgemein eine Freude? Individuell völlig unterschiedlich..) in „Waren“ verwandelt seien. Es ist etwas kryptisch geschrieben, ich schlüssle das so auf: In unserer Gegenwart gibt es keine waren Freuden mehr, keine Werte, nur noch Warenkonsum und Profitorientierung. Das ist auf den ersten Blick der übliche linke Weltenschmerz den schon die Anhänger Mao´s einst propagierten. Doch wenn ich mir die ansonsten stereotypen Parolen der Konservativen anschaue, so tut sich mir hier eine beängstigende Parallele auf. Denn was bemängeln denn die Konservativen? Genau, dass wir in einer Welt leben wo nichts mehr einen Wert hat, aber alles einen Preis. Wo es keine echten Werte mehr gibt sondern nur noch Gewinnstreben, keine Traditionen und auch damit aus ihrer Sicht keine Solidarität. Merken Sie es liebe Leser? Lassen sie die ohnehin oft nur nostalgisch gemeinte Leier der Konservativen über ihre angeblichen Traditionen weg und sie können Nahtlos linke und konservative Parolen ineinander schachteln und beliebig austauschen! Freilich mögen Sie nun einwenden das die Linken natürlich den Kapitalismus für alles verantwortlich machen und andere „Werte“ predigen als ihre konservativen Gegenparts, doch ist das wirklich so? Wir sehen an der Merkel CDU wie tief die Union bereits im planwirtschaftlichen Sumpf steckt, wie sehr sie sich in eine Chimäre aus SPD, Grüne, Linkspartei und „bei-bedarf-sind-wir-konservativ“ CSU verwandelt hat! Kapitalismuskritik in der Union? Mittlerweile überhaupt kein Problem! Mit in der DDR ausgebildeten und erprobten Kadern a la (Volks-)Gauck(ler) und uns Mutti Merkel (Ex-FDJ Sekretärin für Agitation und Propaganda) ist das längst Salonfähig! Und der angebliche Schmerz darüber das alles nur noch in wirtschaftlichen Gütern gemessen würde teilen sie beide, auch könnten sich viele einstige stramme Konservative längst mit einem kommunistischen Staat anfreunden, Hauptsache es gibt etwas starkes von Oben das sie verehren können. Sie lachen nun? Das würde ich nicht vorschnell tun liebe Leser, überlegen sie wie viele vorgeblich gut bürgerliche Konservative sie kennen die bspw. eine unerklärlich Sympathie für das Putin Regime pflegen obwohl dieser ein Ex-KGBler ist und an für sich für ein sozialistisches regieren eintritt.

Dieser verblüffenden wie auch erschreckenden Ähnlichkeiten liegen wohl daran das beide ein erhebliches Interesse haben ein Staatskonstrukt zu unterhalten das möglichst stark und allumfassend ist. Die Konservativen glauben das so ihre „Traditionen“ und ihr Besitzstand besser geschützt sind, die Linken wollen damit ihre Vorstellung von „sozialer Gerechtigkeit“ und dem vorgeblichen „Schutz der Schwachen“ möglichst effizient durchsetzen. Das ein Kommunist sich mit Tradition anfreunden kann kennen wir aus der einstigen DDR, dass Konservative auch nicht unbedingt ein Problem mit sozialistischen Regimes haben kennen wir auch noch aus der Zeit des kalten Krieges als Leute a la Franz-Josef Strauß dem untergehenden Zonenregime noch Milliardenkredite verschafften. Auch hatten die konservativen Geschäftemacher kein Problem damit Osthandel zu betreiben und heute sind jene Kreise die eifrigsten Befürworter des Ausbaus der Wirtschaftsbeziehungen mit dem nun mehr postsowjetischen Russland. Sie merken, Dinge die auf den ersten Blick wie unüberbrückbare Gegensätze wirken könne bei näherer Betrachtung durchaus einen Kompromiss erzielen mit dem beide Seiten sehr Gut leben können bzw. unter Umständen sogar dieselben Ziele haben. Zum Nachteil natürlich all jener die auf tatsächliche Freiheit hoffen versteht sich, Menschen die glauben das eine herrschaftsfreie Ordnung immer noch die Beste ist, die Wert auf persönliche Entfaltung legen und sich nicht in ideologisch fest betonierte Lager pressen lassen wollen. All jene die sich keinen omnipräsenten Nannystaat wünschen sondern gerne selbst entscheiden was für sie Gut und Schlecht ist, all jene die glauben das kein Mensch unfrei geboren wird und seine Recht erst durch irgendjemand oder irgendetwas verliehen bekommt, sondern jeder das Recht darauf hat nach seiner Fasson selig zu werden, die werden von den linken und rechten Staatsanbetern natürlich vehement bekämpft und drohen zwischen den Lagern zermalmt zu werden. 

Darum kann es für Libertäre nur die Lösung geben das sie grundsätzlich beide Seiten entschieden ablehnen müssen. Die Erkenntnis das es keinen guten Staat gibt, sondern nur einen weniger schlechten veranlasst uns dazu sowohl den rinksverdrehten wie auch den lechtsverwirrten Freiheitsfeinden die kalte Verachtung entgegenzubringen die ihnen zusteht. Wenn die einen meinen in die Steinzeit zurück zu wollen (Konservativen) und die anderen (Linke u. Co.) glauben das eine Welt ohne Eigentum, ohne Geld, ohne irgendwas handfestes aber dafür mit viel Umverteilung (also Enteignung) die Glückselig machende Zukunft sei dann löst das bei mir nur ein Lächeln aus, denn die Letzteren werden spätestens nachdem sie ihren Wahnsinn versuchen umzusetzen bei ihren geistigen Bundesgenossen in der Höhle ankommen, vielleicht sind dann beide zufrieden.

In diesem Sinne

Ihr Michael Sanchez 

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