Kurzes zu Mindestlohnfantasien

Der Mindestlohn soll alles richten (Bildquelle: shop.die-linke.de)Die Diskussion um Mindestlöhne beflügelt immer wieder die Gemüter und erhitzt sich dann in politischen Debatten die von ökonomischer Blindheit dominiert sind das einem Schlecht werden kann.

Die Befürworter glauben allen ernstes sie würden damit irgendwie Menschen vor „Ausbeutung“ schützen und damit ein gutes Werk vollbringen. Hier gilt die alte Weißheit das gut Gemeintes oft schlecht Gemachtes in der Praxis bedeutet. Der Mindestlohn bedeutet immer ein Arbeitsverbot für all jene die arbeiten möchten aber aufgrund ihrer Qualifikation oder sonst irgendeiner Einschränkung nicht dazu befähigt sind eine Tätigkeit auszuüben die einen höheren Lohn rechtfertigen würde. Auch wird kein Arbeitgeber einen Lohn zahlen der ihn betriebswirtschaftlich keinen Gewinn bringt, dann kann er die Tätigkeit auch selbst erledigen. Solche Binsenweißheiten wissen natürlich nur Menschen die auch schon einmal selbst in einem Betrieb gearbeitet bzw. sich mit den Problemen von Unternehmen beschäftigt haben. Die sozialistischen Theoretiker aller Couleur bemerken daher ihre Denkfehler nicht da sie damit nie oder kaum mit der Wirklichkeit zu tun hatten. Sie glauben ernsthaft das man da etwas an der Lohnstellschraube drehen muss und alle sind Glücklich. Eine gefährliche Naivität die letztendlich den Verlust des Arbeitsplatzes für Hunderttausende bedeutet. 

In einer funktionierenden Wirtschaftsordnung, also einer Marktwirtschaft, herrscht Arbeitskräftemangel. Die Unternehmen entwickeln einen Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte, ja letztendlich um jede verfügbare Arbeitskraft. Sie werden darum anständige Löhne zahlen weil sie kein Interesse daran haben die Arbeitskräfte zu verlieren oder unzufriedene Mitarbeiter zu haben die dann kein gutes Arbeitsergebnis abliefern. Wir müssen uns also eher fragen was in einer Volkswirtschaft schief läuft in der das Phänomen der Massenarbeitslosigkeit überhaupt auftritt! Doch anstatt nach den Ursachen zu suchen behandeln die Sozialklempner lediglich die Symptome. Anstatt das Übel bei der Wurzel zu packen entfachen sie primitive Neiddebatten (wie die Mär von den grundsätzlich „gierigen, bösen Unternehmern und Spekulanten“) und fanatische Enteignungsfantasien, sie glauben offenbar mit Holzhammer Methoden in eine besser Welt zu gelangen. Das Regelflut, staatliche Regulierungen in allen möglichen und unmöglichen bereichen, Subventionen die den Markt verzerren, eine staatlich organisierte und manipulierte Währung die stets an Wert verliert und eine Bürokratie die jegliche Eigeninitiative erstickt eventuell Auslöser für die Probleme der massenhaften Arbeitslosigkeit und der Niedriglöhne sein könnten kommt diesen abstrakten Gehirnakrobaten nicht in den Sinn. Ein  Mindestlohn führt dazu das viele mittelständische und Kleinunternehmen Arbeitskräfte eben erst garnicht mehr einstellen oder gleich entlassen oder direkt „schwarz“ bezahlen und damit obendrein noch kriminalisiert werden während die großen Megakonzerne das in der Regel besser bewerkstelligen und sich damit gleich Mal lästiger Konkurrenz „von unten“ entledigen. Klasse gemacht! Dass ist also „sozialistische Wirtschaftspolitik“? Grandios, meine liebe Leserschaft sie werden auf ihrem Duschvorhang intelligenter Lebensformen vorfinden als jene dies so einen Murks für Gut befinden!

Ich bin mir manchmal nicht sicher ob die teilweise obskuren Forderungen nach irgendwelchen „Mindestlöhnen“ oder gar gleich einem „bedingungslosen Grundeinkommen“ einfach der menschlichen Naivität entspringen mit solchen Projekten eine „bessere Welt“ zu schaffen oder ob das einfach nur die Auswuchse schierer Dummheit sind. Ich denke oft vielleicht eine Mischung aus beidem, was es nicht besser macht aber erklärbarer.

Da sitzen diese marktwirtschaftsfeindlichen Theoretiker in Talkshows herum und philosophieren wie „Reich und Wohlhabend“ Deutschland doch ist und das man das einfach nur „fair“ verteilen müsste damit alle in der Glückseeligkeit leben. Das es sich bei diesem „Wohlstand“ um anderer Leute Eigentum handelt kommt diesen Typen garnicht erst in den Sinn. Mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit verfügen sie über das Erarbeitete von anderen Menschen, sie fühlen sich derart im Recht das sie garnicht bemerken wie dreist sie sind. Sie sind davon überzeugt das sie die Menschen „zu ihrem eigenen Glück zwingen“ müssen. Sie machen Stimmung gegen „Steuersünder“ und fordern drakonische Strafen für all jene die sich dem überbordenden Steuerstaat entziehen und verteufeln alle die ihn wenigstens beschränken möchten. Sie sähen Hass und Neid und wundern sich dann darüber wenn eine Gesellschaft immer mehr auseinander fällt.

Was mich auch immer wieder verwundert, es gibt kein mir bekanntes Beispiel wo den ein Mindestlohn einen dauerhaften, positiven Effekt hervorgebracht hätte! Nirgends hat sich das bewährt und trotzdem wird es gebetsmühlenhaft gefordert. Man konstruiert sich theoretische Gegebenheiten herbei und versucht händeringend das irgendwie zumindest in der reinen Theorie zu rechtfertigen. Und der uninformierte bzw. auch teilweise schlichtweg desinformierte Durchschnittsbürger glaubt in seiner Not nur zu gerne den Verheißungen der sozialistischen Verteilungsideologen von links und rechts. Wir sollten uns davor hüten diese verlogenen und realitätsfernen Ideologen zu glauben. Ein Mindestlohn ist ein Arbeitsverbot für sehr viele Menschen die arbeitswillig sind aber aus verschiedenen Gründen eben keinen „normalen“ Job ausüben können. Gegen Niedriglöhne hilft nur eines: Konsequente Marktwirtschaft!

In diesem Sinne

Ihr Michael Sanchez

P.S. Hierzu auch ein sehr gelungener Artikel von Oliver Janich über den Mindestlohn

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