DER Staat, der ungenannte Gott der Deutschen

Sie lieben ihn, sie vergöttern in teilweise regelrecht, sie beten ihn an, sie misstrauen im gelegentlich doch letztendlich schenken sie ihm mit unerschütterlicher Treue immer wieder aufs neue Vertrauen. Ich spreche vom Staat, dem ungenannten Gott der Deutschen.

Sie verehren ihn spätestens seit Bismarcks Tagen wie einen metaphysischen, nicht greifbaren aber ständig präsenten Gott der ihr Leben mittlerweile bis in die kleinsten Details regelt, bestimmt, dominiert und überwacht. Sie glauben damit an Sicherheit gewonnen zu haben, doch sie tragen damit lediglich den Schlüssel ihres eigenen Käfigs mit sich umher. Leider ohne es zu bemerken. Der Satz von den „glücklichen Sklaven“ kommt mir da spontan in den Sinn. Sie lieben ihr Unselbständigkeit, sie fühlen sich vom Staat umsorgt wie vormals von den Eltern. Das jene ihre Kinder irgendwann auch in die Selbstständigkeit entlassen und sie ihr Leben leben lassen übersehen sie dabei völlig. Es ist ein naiver und zugleich beklemmender Gedanke das viele Menschen offenbar sehr gerne von der Wiege bis zur Bahre betreut, beaufsichtigt und pausenlos gemaßregelt werden wollen. Mich widert das nur an und erfüllt mich mit Ekel, nein, so was möchte ich bestimmt nicht! 

Ich habe keine Lust dauernd irgendeine Person oder Institution im Nacken zu haben die von mir verlangt ihr Rechenschaft abzuliefern über das was ich gerade tue. Ich will keinen Nanny Staat der sich erdreistet sämtliche Bereiche meines Lebens besser regeln zu können als ich bzw. er glaubt das besser machen zu können, in der Regel wird ja durch Eingriffe jenes Staates grundsätzlich immer alles noch Schlimmer. Das ist übrigens die perfide Masche wo der allmächtige deutsche Sozialstaat seit je her anwendet. Er schafft durch seine frechen Eingriffe Probleme und bietet dann clever grinsend die vorgeblichen Scheinlösungen dafür an! Stelle Sie sich folgendes vor: Ich raube Sie aus und verspreche Ihnen danach das ich alles tun werde um den Räuber zu fassen, das nehmen Sie mir doch sicher ab oder? Nun, beim Staat tun die Leute genau das! Und zwar ohne auch nur eine Millisekunde mit der Wimper zu zucken, Reflexartig vermutet der gutgläubige Bundesbürger das die staatlichen Institutionen es ja immer Gut mit ihm meinen.  Und wenn dann immer häufiger haarsträubende Dinge Bekannt werden wo wieder ein Mal staatliche Stellen, Beamte, Angestellte, Behörden etc. pp. gnadenloses Unrecht begangen haben oder dreist bürgerfeindliche Aktionen veranstalten, nun, dann wird das lapidar abgebügelt mit der berüchtigten „Einzelfall-Theorie“. Es handelt sich dabei um die blauäugige Annahme das es immer nur das „Versagen Einzelner“ sei das zu den einen oder anderen Auswüchsen geführt hat, doch niemals das „heilige“ System des Staates insgesamt. Denn dieser Staat ist ja bekanntlich genauso wie der Chef einer weltweit verbreiteten christlichen Sekte „Unfehlbar“ in seinen Ansichten und Handlungen. Der eine sagt das ganz offen und hält das sogar schriftlich fest, der „gütige Staat“ hingegen suggeriert jene Unfehlbarkeit seinen Bürgern unterschwellig dadurch das er jegliche Kritik an sich abprallen lässt und stur ignoriert. Beziehungsweise billigend Leid und Elend seiner Bevölkerung in Kauf nimmt ohne sich dafür jemals ernsthaft zu entschuldigen oder gar seine eigenen Handlungen zu hinterfragen. Nein, denn damit stoßen wir zum Kern der Problematik. Würde eine Staat so handeln würde den Bürgern sehr schnell klar werden wie wenig sie einen Staat im herkömmlichen Sinne für ihr Leben eigentlich tatsächlich brauchen. Und solcherart von Gedanken sind ja „böse“ und (Achtung gaaaanz fürchterliches Wort für deutsche Ohren!!) „anarchistisch“! Gott steht uns bei, haben Sie nun auch Schweißperlen auf der Stirn stehen? Puh, dann haben sie noch Mal Glück gehabt, ein Staatsbediensteter und eine Anhänger des Etatismus hätte nun wohl einen Herzinfarkt erlitten….

Doch ich schweife ab. Wieso lieben die Deutschen ihren Staat so und vergöttern ihn regelrecht? Gewohnheit, Obrigkeitstreue, anerzogener Gehorsam gegenüber jeglicher Autorität, egal ob Gut oder Böse, ob unmoralisch oder moralisch, schön im Gleichschritt, hinein in die Uniformierte Gesellschaft?! Sicherlich eine Mischung aus vielem würde ich sagen. Es ist für mich persönlich nur einfach beängstigend wie sehr die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ihren Staat ohne Einschränkung unterwürfig gegenübersteht. Wenn die ein Gesetz erlassen würden wonach der Himmel nun nicht mehr als Blau, sondern als Dunkelgrün anzusehen ist, tja, ich denke es würden viele sagen: Ja, also wenn ich mir das so Recht anschaue, ich fand ja auch das Himmel schon immer etwas grünlich wirkte! Sie lachen? Warten sie es ab, oder denken sie ganz aktuell an den Klimawandelschwachsinn! Da hat es im Juni Temperaturen wie sonst im Herbst, gefühlt ein 3/4 Jahr Winter, da entblöden sich die Anhänger jener Klimawandel-Ersatzreligion nicht zu behaupten genau jene Kältewelle sei eine unmittelbare Folge der Klima- bzw. Erderwärmung! Und Millionen stimmen wie hypnotisiert in den Chor der Irren und Geisteskranken mit ein! Das ist bereits Realität! Wieso nicht dann Mal eben per staatlichem Dekret dem Himmel eine andere Farbe geben, quasi so zur Auflockerung für zwischendurch……

Oder sehen sie sich die derzeitigen Proteste a la „Blockuppy“ an. Da wird allen ernstes gefordert das jener Staat im Finanz- und Banksektor eingreifen, regulieren und maßregeln soll der gerade durch ein staatliches Zentralbanken- und Geldmonopol, sowie eine damit verbundene staatliche, ungedeckte Zwangspapiergeldwährung die Krise überhaupt erst in diesen Dimensionen ermöglicht hat! Das wäre ungefähr so wie wenn ich einen Menschen um Hilfe anflehe der mir zuvor nie etwas Gutes getan hat, der ständig mein Eigentum verletzt hat und mir Schaden zugefügt, genau jenen bitte ich darum mir zu helfen, wie Krank ist das bitte? Die Staatsgläubigkeit hat sich wie ein unsichtbares Gift in unsere Gedanken- und Gefühlswelt eingeschlichen. Der Staat ist längst zu etwas metaphysischem geworden. Nicht direkt greifbar aber scheinbar ständig omnipräsent sozusagen. Eine gruselige Vorstellung die manche meiner Mitmenschen wohl fälschlicherweise als fürsorgliche Wärme interpretieren. Überall schielt sie gierig herauf, die Fratze des bürokratischen Umverteilungsmonsters.

Wir müssen diesem selbstbewusst gegenüber treten. Denn dieses fiese Monster ist auch all zu oft ein Spiegel unserer selbst. Viele von uns fühlen sich selbst schwach und oft auch durchaus berechtigt um Chancen im Leben betrogen, suchen daher immer wieder nach Hilfe, nach Halt. Ja, sie suchen nach einer starren Obrigkeit die ihnen mit eisernen Regeln Sicherheit versucht vor zu gaukeln. Doch es wird immer nur so viel Sicherheit geben wie wir bereit sind zu schaffen, so viel Freiheit für uns wie wir bereit dazu sind sie zu verantworten. Kein Staat, keine Gesellschaft, keine Institution und keine selbsternannten Götter können uns diese Dinge geben! Und wenn sie es doch behaupten, dann lügen sie oder sind selbst verblendet.

Ich wünsche mir daher zum Abschluss mehr Menschen die ihre Augen zum sehen benutzen, bevor sie Ihre Augen nur noch zum weinen verwenden werden können wenn sie bemerken was für eine Welt wir uns da geschaffen haben.

Mit philosophisch-nachdenkerischen Grüßen 🙂

Ihr Michael Sanchez

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    1. Die Deutschen und der Liberalismus | Michael Sanchez Blog

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