Die Deutschen und der Steuerstaat

Steuerflucht, nun die neue „Republikflucht“ der BRD?

Das fiel mir die Tage wieder auf. Die Diskussion um Hoeneß der nun wegen Steuerbetrug von der bundesdeutschen Justiz belangt wird. Wie erhitzt die Gemüter sind. Nun, freilich, wenn einer gegen ein Gesetz verstößt ist das zunächst ein Mal ganz Banal eine Straftat. Nur wenn Gesetze Irre, Schwachsinnig, geschriebenes Unrecht oder schlichtweg Kriminell sind? Was ist dann? Darüber sollten die Menschen in dieser Treudoofen Republik Mal nachdenken. Bevor raubeinige Stammtischbrüder laut brüllen: Der soll zahlen, wie wir auch! Genau, genau hier liegt doch der eigentliche Hund begraben! Kann man es jemandem verübeln wenn er sein erarbeitetes Vermögen, ergo Eigentum, vor der gierigen Hand des Staates in Sicherheit bringt? Und dürfen gerade Politiker die nur auf Kosten der Steuerzahler leben sich hier so weit aus dem Fenster lehnen?

Fragen über Fragen. Doch will ich mich hier gar nicht in die Details der Causa Hoeneß stürzen. Darum geht es mir nur zweitrangig. Der Aufreger für mich ist es zu sehen wie der Sozialneid, der Neid auf jeden der mehr hat als der andere, in diesem Land nach wie vor wesentlich höher und brutaler daher kommt als sonst wo auf dem Globus. In den USA wäre es undenkbar jemanden nur deshalb anzufeinden und zu misstrauen nur weil er eben mehr Geld hat als ein Normalo. Wer in den vereinigten Staaten mit einem dicken Rolls Royce durch die Straßen fährt dem winkt man freundlich zu, man lässt sich mit ihm fotografieren und freut sich über dessen Erfolg. Hier würde man wohl erst Mal das Kennzeichen notieren und ihn beim Finanzamt anschwärzen, der muss ja was illegales, böses getan haben wenn er so Reich ist! Dort gönnt jeder dem anderen seinen Wohlstand, seinem Reichtum. Es spornt an zu sagen: Hey, schau, jeder kann das doch erreichen, wenn man nur will! Die Motivation, die Denkart dahinter ist so ganz anders als die bleierne, deutsche Teppichbeißer Art die mich so sehr annervt das ich gelegentlich ernsthaft darüber nachdenke diesem Land den Rücken zu kehren. Sollen doch diese Idioten mit ihrer Mutti Merkel im Lala Dumm Dumm Land vor die Hunde gehen, die raffen es doch eh nicht mehr. Eingeschlafen, narkotisiert und tumb stapfen sie ihrer Führerin hinterher und keifen gegen jeden an der aus der Masse sticht. Übertrieben? Ja? Meinen Sie? Nun, dann gehören Sie vielleicht schon zu jener Masse die jeden Tod beißt und attackiert der nicht genauso leidet wie sie selbst.

In diesem Land wird man angesehen als hätte man sich gerade zu einem Mord bekannt wenn man eine Einheitssteuer (auch Flat Tax genannt) für alle von 25% bei Streichung sämtlicher Ausnahmetatbestände im Steuerrecht fordert. Und wie einer von einem anderen Stern wenn man erklärt das sich ein Minimalstaat von einer 10% MwSt. locker finanzieren ließe. Das man auch Gesetze einfach ersatzlos streichen kann, man nicht für jeden Gott verdammten Scheiß einen Paragraphen benötigt. Entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise, aber manchmal kommt man sich hier vor wie in einer Irrenanstalt wo die Kranken das Kommando übernommen haben und nun die Gesunden versuchen zu „therapieren“….  Überhaupt das Thema Steuergerechtigkeit ein Reizthema in diesem Land darstellt das ich in diesem Ausmaß so nicht erwartet hätte. Ich meine, verstehen sie mich nicht Falsch, wenn sich ein großer Teil der Bevölkerung gerne freiwillig zu Tode besteuern lassen will, gerne doch, viel Spaß ihr Masochisten. Aber hört auf mich zu zwingen bei eurem kranken Scheißspiel mitzumachen. Wenn mir jeden Monat der Staat per Einkommenssteuer ca. 50% bis 70% raubt. Wenn man bedenkt welche Produkte dann zusätzlich noch mit Mwst, Ökosteuer, Mineralölsteuer, Sektsteuer, Tabaksteuer, Glückspielsteuer etc. pp. maßgeblich verteuert sind, da kann man davon sprechen das sich der liebe Vater Staat beinahe komplett alles unter den Nagel reißt. Dankenswerter Weiße bekommen wir dann bei günstigen Konstellationen via Einkommenssteuererklärung sogar ein paar Groschen zurück. Danke, wie großzügig. Haben sich eigentlich die Steuerschafe Mal ausgerechnet was übrig wäre wenn diese gefräßige Staat nicht so gierig wäre? Was für ein Wohlstand, Fortschritt und sozialen Frieden wir damit in diesem Land schaffen könnten? Sind sich die Raubstaat Befürworter darüber im klaren was sie fordern wenn sie nach dem „starken Staat“ rufen und Hoeneß und Co. für Ihre „Steuerflucht“ am liebsten erhängen würden? Ist nun die „Steuerflucht“ die neue „Republikflucht“ der Bundesrepublik? Sollen wir Selbstschussanlagen an der Schweizer Grenze installieren ja? Sie meinen das ist Wahnsinn? Warten Sie Mal ab…Steinbrück forderte jüngst recht dumpf, zynisch und Unverholen das man ja eigentlich auch Militärisch gegen die Schweiz vorgehen könnte, wenn diese weiterhin bundesdeutschen Steuerflüchtlingen Asyl gewährt.

Das die Ideen von Libertarismus und der österreichischen Schule der Ökonomie in Deutschland nicht sehr weit verbreitet sind dürfte sicherlich ein Grund sein für das Unverständnis vieler Menschen über solche Ansichten. Andererseits muss ich meinen Mitmenschen auch eine große Immunität gegen solche Gedanken bescheinigen. Es klingt in deutschen Ohren offenbar derart unfassbar das so was funktionieren könnte das viele es einfach nicht verstehen wollen, vielleicht auch nicht verstehen können. Sie glauben an den „heiligen Staat“ der ja „dafür sorgt das es uns allen Gut geht“, ja, auch wenn das längst nicht mehr der Fall ist bzw. so nie war. Doch genau das ist der Punkt. Der Staat hat sich als etwas metaphysisches etabliert, er ist ein unangreifbarer Gott geworden der überall und nirgendwo ist. Wie das gute Nacht Lied der Mutter braucht der deutsche Bürger zum ruhig schlafen offenbar die Lügenmärchen und Beschwichtigungen Ihres Staates bzw. dessen Vertretern. Das Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten, die eigene Kraft, dass gibt es kaum mehr in diesem Land. Auch hat gerade der überbordende Sozialstaat mit all seiner gigantischen Umverteilungsbürokratie dafür gesorgt das sich keiner mehr freiwillig gerne solidarisch zeigen will. Wofür auch? Schließlich sorgt dafür ja der Staat, zumindest tut er so.

Ich meine wenn wir hier wirklich im Schlaraffenland leben würden, wir alle eine üppige Grundversorgung hätten, golden Wasserhähnen auf den öffentlichen Marmortoiletten und bis ins kleinste Dorf perfekt ausgebaute Straßen, eine medizinische Versorgung sondergleichen, ja, mein Gott, da könnte man ja noch irgendwie sagen: Gut, ja, wir haben für die astronomischen Steuern ja auch astronomische Fürsorgeeinrichtungen. Und wenn jeder der sich diese All-inclusive Versorgung nicht antun will aus jenem Verbund austreten könnte wäre das alles so gesehen eine feine Sache. Doch das glatte Gegenteil ist ja der Fall. Man wird gezwungen in ein System einzuzahlen das derart marode und kaputt ist das es freiwillig keine Chance hätte sich zu behaupten. Dank gesetzlichem Zahlungszwang muss es das auch nicht. Der Staat ist die einzige Institution auf Erden wo „nicht Pleite“ gehen kann weil seine Kunden per Zwang zum Zahlen bis in alle Ewigkeit verdonnert sind. Und das ist Ungerechtigkeit! Das ist asozial und verbrecherisch! Das gehört ein für alle Mal ausgehebelt und abgeschafft!

Doch offensichtlich gehen so weit die Gedanken von Steuerfans nicht, sie glauben und wollen vor allem sehr gerne glauben das wir es hier ja so fürchterlich Gut haben und hier alles so mega Gerecht abläuft gerade weil wir wohl das aufwendigste und Komplizierteste Steuersystem der Erde haben. Das diese Vorstellungen so rein gar nichts mit der Realität zu tun haben bemerken viele erst spät, die meisten nie. Wohl weil sie selbst in einer Matrix leben in der es eine fundamentale Kritik am Raubsteuerstaat nicht geben kann, nicht geben darf. Denn dieser beschützt uns ja alle, vor wem auch immer, ich vermute am meisten vor uns selbst.

In diesem Sinne, ein Amen für die tumben und die Steuer-Staats-Gläubigen in diesem Land

Ihr angenervter

Michael Sanchez

P. S. Weiterführend zum Thema besonders auf den Fall Hoeneß bezogen HIER ein Artikel des libertären Journalisten Oliver Janich

Auch wärmstens zu empfehlen der Artikel auf der Homepage der PDV über die Steuerpolitik des Obrigkeitsstaat

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Ein Kommentar

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