Der Sozialneid der Deutschen

Es wundert mich in letzter Zeit immer öfter wie im Land von Ludwig Erhard dem Vater der Idee der sozialen Marktwirtschaft im Nachkriegsdeutschland und damit Begründer des damaligen Wirtschaftswunders, der Sozialneid immer höher schlägt und zuweilen skurrile Züge annimmt.

Die Leistungsfeindlichkeit hat insgesamt gesehen in den letzten 30 Jahren massiv zugenommen. Und damit meine ich in erster Linie die gesellschaftliche Anerkennung für geleistete Arbeit. Dafür das man bereit war Risiko zu tragen, ein Unternehmen zu gründen, eine Erfindung in Angriff zu nehmen, technische Innovationen voranzutreiben. All die impulsiven Dinge wo eine fortschrittliche und dynamische Marktwirtschaft und Gesellschaft auszeichnen. Kennzeichen die bis in die 60er Jahre hinein typisch waren für Deutschland (West). Doch sind diese in den letzten Jahrzehnten immer mehr zurückgedrängt worden. Anstelle von Leistungsbereitschaft und Innovation, Durchsetzungsvermögen und Ideengeist, sind fanatisches Streben nach einer vermeintlichen „Gleichheit“ für alle und dem Ruf nach einer ebenfalls vermeintlich „gerechten“ Umverteilung der Vermögensverhältnisse in der Bundesrepublik. Sprich, Eigenständigkeit, eigenverantwortliches Handeln, Kreativität und Dynamik sind meiner Meinung nach Kontinuierlich Platt gemacht worden. Zum einen von einer immer gigantischer werdenden Umverteilungs- und Bevormundungsbürokratie, zum anderen von einem Sozialstaat (bzw. dessen politischer Herrschaftsklasse) der sich im Laufe der Jahrzehnte seine eigenen „Kunden“ ergo Wähler und Abhängige schaffte. Freilich auch von sehr weit links stehenden Kräften die seit 68 den erfolgreichen Marsch durch die Institutionen angetreten sind und mittlerweile das Meinungsklima dominieren zu versuchen. Das wiederum hat auch mit dem Totalversagen der einzig relevanten bis dato in der BRD in Erscheinung getretenen liberalen Partei zu tun, der FDP. Sie hat sich spätestens seit 1971 mit der Verabschiedung der sog. „Freiburger Thesen“ vom klassischen Liberalismus verabschiedet und seither in allen möglichen Koalitionen und Konstellationen bürgerfeindliche, antifreiheitliche Politik mitverantwortet.

Das Ergebnis davon sieht man Heute in der irren Forderung das eine Umverteilung tatsächlich „Fair“ von statten gehen könnte. Eine Umverteilung bedeutet immer grundsätzlich das ich jemanden etwas wegnehmen, ich STEHLE es einem Menschen und gebe das Geraubte an einen anderen Menschen weiter. So etwas kann Niemals „Fair“ sein! Alle anderen sozialromantischen Ausschweifungen von einer angeblichen „Verteilungsgerechtigkeit“ die damit geschaffen werden soll und dem Geschwafel das nur so eine „gerechte Gesellschaft“ möglich sein soll sind lediglich politische Nebelkerzen die verschleiern um was es tatsächlich geht: Um Raub und Enteignung, um Eigentumsverletzungen und Diebstahl durch den Staat! Und das solcherlei Maßnahmen garantiert weniger und nicht mehr Gerechtigkeit schaffen dürfte an für sich jedem Normalmenschen einleuchten. Schließlich fühlt sich Niemand nach dem man ihn beraubt und um die Früchte seiner Arbeit gebracht hat besser. Im Gegenteil. Es wirkt hemmend in jedem Bereich des gesellschaftlichen Lebens. Die Menschen resignieren, verlieren den Glauben an die Zukunft und an sich selbst. Keiner hat mehr eine Motivation etwas zu ändern oder besser zu machen. Sich für etwas einzusetzen. Denn: Es wird ihm am Ende ja ohnehin geraubt durch eine seelenlos Bürokratie nach Gutdünken verteilt. Und da wären wir schon beim Phänomen das bisher in allen kommunistisch-sozialistischen Gesellschaftsversuchen zu beobachten war. Die völlige Resignation und die darauf folgende Stagnation in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen. So weit sind wir noch nicht, aber wir nähern uns mit großen Schritten.

Das Schlimme ist was mich aufregt und immer wieder zutiefst verstört ist die Leichtigkeit mit der viele meiner Mitbürger sich den Verführungen von primitiven Neiddebatten und Umverteilungsplänen hingeben. Für viele ist es Moralisch gesehen offenbar gar kein Problem wenn der Staat seinem Nachbar der vielleicht ein größeres Haus hat weil er einen kleinen Handwerksbetrieb führt oder über eine Erbschaft zu Geld gekommen ist, einfach per Gesetz Geld raubt. Sei es durch „Reichensteuer“ oder eine „Erbschaftssteuer“, verklausulierter gesetzlich gedeckter Raub und Enteignung könnte man auch dazu sagen. Mit fadenscheinigen Begründungen soll solchen Leuten das Geld genommen werden. Weil sie angeblich ja eine „höhere soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft“ hätten und ähnlichem geistigen Bullshit. Und der liebe Herr Nachbar der vielleicht nur ein kleiner Angestellter ist und zur Miete wohnt grinst heimlich und entwickelt eine klammheimliche Freude an der brutalen Enteignung und dem staatlich gedecktem Raub. Woher kommt diese Einstellung? Wieso gönnen im speziellen wir Deutschen den Anderen ihren Reichtum so ungern? Woher kommt das? Leider habe ich keine Universalantworten parat auf diese Fragen. Aber ich denke das die Antworten irgendwo zwischen der Traumatisierung von zwei Weltkriegen, der deutschen Teilung, der DDR Diktatur im Osten und der völligen Hörigkeit der Bürger mit der Entstehung des Wilhelminischen Obrigkeitsstaates liegt. Oder auch dem geschickten Spielen mit niedrigsten Instinkten die wohl jedem Menschen inne wohnen. Vielleicht auch die naive Annahme das sämtliche Maßnahmen des Staates grundsätzlich für etwas Gutes gehalten werden. Das es das Prinzip von „Teile und Herrsche“ nicht erst seit Gestern gibt ist vielen völlig unbekannt. Der romantische und schlichtweg falsche Glaube das die herrschende politische Klasse es ja doch irgendwie Gut mit uns armen, kleinen Schafen da unten meint. Das ist nicht das denken von selbstbewussten Bürgern und Menschen die bereit sind ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Das ist der Geist von Untertanen und Sklavenseelen die bereitwillig jeder noch so obskuren Führung folge leisten.

Daher ist in meinen Augen Sozialneid nur ein weiteres, perfides Herrschaftsinstrument das man durchschauen sollte und dem man keinesfalls auf den Leim gehen darf.

In diesem Sinne, bleiben Sie Frei!

Ihr Michael Sanchez 

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