Wieso das Beamtentum abgeschafft werden muss

Die Diskussion ist sicherlich so alt wie das Problem an sich. Seit Einführung des Beamtentums (in Deutschland) im großen Stil im Bismarckschen Obrigkeitsstaat tobt die Diskussion um Sinn oder Unsinn jener vom Staat besonders privilegierten und durch diverse Sonderregelungen geschützten Berufsgruppe.

Der Kern des Problems ist der Sonderstatus dieser „speziellen Angestellten“ des Staates. In Wikipedia steht über das Beamtentum folgendes:  „Aufgrund des besonderen Treueverhältnisses zwischen Dienstherrn und Beamtem gehört dieser in der Regel lebenslänglich – also auch im Ruhestand – dem Beamtentum an.“ Spontan erinnert mich dieses an ein Verhältnis das man bspw. im römischen Reich mit seinen treuesten Sklaven unterhielt. Meines Erachtens hat sich der Staat mit den Beamten eine Art privilegierter Sklavenkaste geschaffen die durch sein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besonders was die Fürsorgepflicht des Staates anbelangt im dadurch quasi bedingungslos treu ergeben sind. Sie sind dem Staatswesen, der damit einhergehenden Bürokratie verpflichtet, nicht dem Bürger oder dem Volk an sich. Durch diesen Sonderstatus verwährt der Staat jenen Beamten auch sinnigerweise das allgemein als Mindestrecht angesehene Recht auf Streik. Er hat sich eine neue Art von Prätorianergarde geschaffen die man im Zweifelsfall auch gegen die eigene Bevölkerung rücksichtslos einsetzen kann. Schließlich sind jene Beamte dem Staatswesen, nicht dem Volk verpflichtet. Dies dürfte besonders im Hinblick auf den Erschaffer des heutigen Beamtentum Bismarck und Co. zutreffen. Schließlich war die adelige, aristokratische Führungselite im Kaiserreich stets darum bemüht dieses unsägliche Volk Gut im Griff zu haben. Hierfür brauchte man willige Vollstrecker, dafür schuf man sich den Stand der Beamten. Doch wer nun glaubt in der demokratischen BRD sei das anders, hier wäre ja die Oberschicht doch weitläufig mit „guten Menschen“ durchsetzt und überhaupt gelten ja für uns alle Grundrechte und überhaupt, der ist auf dem falschen Weg. Auch die heutige politische Herrschaftsklasse ist wie wohl jede mega Staatsbürokratie darum bemüht die unteren Klassen im Griff zu behalten. Politische Systeme kommen und gehen, dass Beamtentum bleibt ewig bestehen….

Das Beamtentum ist ein Fossil längst vergangener Tage. Meiner Meinung nach war es jedoch seit Beginn stets Instrument der Herrschenden. Durch die Haltung einer Beamtentschar und eines entsprechenden Bürokratieapparates war es nötig Steuern und Abgaben zu erheben. Sinnigerweise setzte man genau jene zur Eintreibung dieser ein. Es ist ein Teufelskreislauf den es zu durchbrechen gilt. Auch im Interesse derjenigen Menschen wo sich für eine Beamtenlaufbahn bzw. eine Anstellung im Staatsdienst entscheiden wollen. Es ist doch ein Unding und hochgradiges Unrecht einem Arbeitnehmer das Recht auf Streik, das Recht auf eine eigene, unabhängige Gesundheits- und Rentenvorsorge zu verweigern und ihn wahrhaftig in der Sklaverei ähnlichen Zuständen zu halten. Man muss das auch ein Mal so herum sehen. Wären die Beamten lediglich normale Angestellte würde sich der Staat zweimal überlegen wie er mit ihnen umspringt. Er hätte keine ihm Blind und Treu zur Verfügung stehende Garde die er nach belieben herumkommandieren könnte und im Zweifelsfall gegen die eigene Bevölkerung einsetzen kann.  Man würde ein mehr an Gerechtigkeit und Rechtssicherheit schaffen wenn man das Beamtentum an sich restlos abschafft. Der Staat müsste seine Angestellten wie jeder andere Betrieb je nach Leistung und Produktivität ordentlich und gerecht entlohnen. Und nicht nach Dienstjahren oder Gutdünken der jeweiligen Regierungen. Auch gäbe es kein Verbot von Streik oder das Verbot einer privaten Alters- und Gesundheitsvorsorge, ein Unding wenn man sich das einmal näher überlegt. Freilich, für Libertäre (auch für mich!) ist grundsätzlich jegliche Staatsverwaltung ein Greul, doch denke ich das die Abschaffung des längst überholten Beamtentums ein wichtiger Anfang wäre. Hin zu einem Minimalstaat der sich auf seine Kernaufgaben beschränkt. Der Satz: Weniger Staat mehr Privat! Schießt mir da spontan durch den Kopf. Der Minimalstaat ohne Beamtentum wäre der erste wichtige und richtige Schritt hin zu einer Privatrechtsgesellschaft ohne staatliche Strukturen wie wir es bisher kennen.

Kurzum: Das Beamtentum abzuschaffen muss eine Kernforderung libertärer Menschen, Organisationen und Parteien sein. Denn dieses hat mit einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung so rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil. Es erinnert an archaische Verhältnisse wo die jeweiligen Stammesfürsten ihre treuesten Krieger mit Privilegien und auf Stammeskosten getragener Altersvorsorge hörig und gefügig machten. Entschuldigung, auf so was kann ich getrost verzichten, ich will nicht zurück in den Feudalismus, wo doch „alles Gut“ war, wo „wohlmeinende Tyrannen“ über mein Schicksal bestimmten, nein. Wer das will soll doch lieber die „Beamten-Fans Grüne-Linke-SPD-CDU-FDP-und-Co.“ Partei wählen….

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

herzlichst Ihr

Michael Sanchez

P.S, Zusätzliche verweise ich auf folgende Beiträge von Prof. Hans-Hermann Hoppe

Artikel bei hanshoppe.com über die Privatrechtsgesellschaft

Vortrag von Professor Hans-Hermann Hoppe in der „Akademie Modelhof“ (Schweiz) 

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