Wieso Zentralismus immer zur Unfreiheit führt

Einige Gedanken zum Zentralismus

Die zentralistischen, monopolistischen Staatsstrukturen sind mit ein Hauptgrund dafür das es immer wieder zu politischem Machtmissbrauch kommt. Würde wir in dezentralen, weitgehend kommunal verwaltetem und organisiertem Zusammenhängen leben wäre die Verlockung für Gruppen, Strömungen und Einzelpersonen hier Macht missbräuchlich zu verwenden so überhaupt nicht vorhanden. Schließlich müsste man an vielen, davon die meisten in den Kommunen angesiedelten politischen Entscheidungsstellen sich einschleichen bzw. diese professionell unterwandern (und das Flächendeckend!) um tatsächlich einheitlich im Sinne irgendeiner Ideologie zu agieren und so Macht über die Menschen gewinnen. Selbst dann wäre aufgrund der vielen Möglichkeiten der Bürger direkt in politische Entscheidungsprozesse einzugreifen bzw. dort mitzubestimmen es quasi unmöglich hier eine wie auch immer geartete Diktatur zu etablieren. Daher ist ein solches Staatswesen wohl der beste Schutz gegen Tyrannei und Machtmissbrauch schlechthin.

Doch wo an unseren staatlichen Universitäten und sonstigen Lehranstalten wird einem das beigebracht? In welcher Mainstream-Publikation wird von den unzähligen Vertretern jener Denkart, nämlich die der Österreichischen Schule der Ökonomie, berichtet? In keiner einzigen! Und sollte doch ein Mal ein „Österreicher“ in einem etablierten Medium zu Worte oder Schrift kommen so wird dies entweder nur Oberflächlich getan oder schlichtweg danach nicht mehr weiter beachtet. Ignoriert, totgeschwiegen  und dem Vergessen anheim gegeben.

Wer sich „Libertär“ nennt wird von den meisten seiner Mitbürgern erst ein Mal seltsam angesehen. Als hätte man gerade gesagt „Ich habe die Pest“ oder sonst eine ansteckende Krankheit. Oder man wird unverständlich mit großen Fragezeichen im Gesicht versehen angestarrt. Der Durchschnittsbürger weiß in der Regel damit nichts anzufangen. Was wiederum an den vorhin bereits erwähnten Punkten liegt das im allgemeinen Informations-Mainstream darüber so gut wie nie berichtet wird.

Was erschwerend bei der Vorstellung bzw. der Erklärung einer libertären Gesinnung hinzu kommt ist die Tatsache das viele Mitbürger bereits fest in dirigistischem, staatssozialistischen Denkbahnen gefangen sind. Beziehungsweise nie etwas anderes gewohnt waren. Ein nicht zu unterschätzender Faktor. Viele Bürger merken es nicht Mal mehr wenn sie wie selbstverständlich nach dem „starken Staat“ und dessen eingreifen in alle möglichen Lebensbereiche schreien. Sie merken nicht wie sie ihre eigene Souveränität und Freiheit aufgeben und sie an eine staatliche Institution abgeben. Viele tun es aus purer Bequemlichkeit, Faulheit und dem totalen Desinteresse an ihrer eigenen Lebenssituation heraus. Andere geben in völliger Naivität und Gutgläubigkeit gerne Verantwortung an anonyme Institutionen ab, in der wagen Hoffnung dort werde man schon das Richtige für sie entscheiden. Und wieder andere (was allerdings mittlerweile wohl die Minderheit darstellen dürfte..) glauben ernsthaft an die Segnungen eines vollkommen  staatlich abgesegneten Gemeinwesen und von dessen Bürokraten bis ins Detail durchorganisierten Lebensalltag. Letztere müssen keinesfalls immer nur überzeugte Kommunisten oder Sozialisten sein, es können auch einfach verblendete Staatsbefürworter bspw. aus den Reihen diverser eher konservativen Denkrichtungen sein die ernsthaft glauben ein von einer anonymen, seelenlosen, bürgerfernen Bürokratie verwalteter Staat sei die Beste Lösung für alle darin lebenden Menschen. Weil hier quasi durch Zauberhand angeblich dann mehr Gerechtigkeit für alle herrschen würde. In der Realität ist das stets dann das Gegenteil doch selbst hier sind die hartnäckigen Staatsbefürworter der Wirklichkeit immer einen Schritt Voraus. Missstände die Systembedingt sind werden stets als „Einzelfälle“ klein geredet, Ungerechtigkeiten die aus der Struktur diverserer staatlicher Verwaltungen her rühren werden als „Versagen Einzelner“ deklariert, man bemüht sich jeden noch so frechen Griff in die Geldbörse des Bürgers irgendwie zu rechtfertigen, und jeder noch so unglaubliche Fehler der von staatlicher Seite aus zu verantworten ist wird als bedauerlicher Einzelfehler abgetan. Hier muss man von strukturierter Ignoranz sprechen um ansatzweise zu begreifen welche offensichtlich teilweise bereits irreversibel gestörten Denkprozesse hier ablaufen und ineinander greifen. Mit Vernunft und Logik hat das Ganze nichts mehr zu tun. Mehr mit bleierner Gewohnheit und von Klein auf eingesetzten Methoden der Gehirnwäsche.

Denn wie kann ein vernünftiger Mensch auf den Gedanken kommen das jemand Anderes besser wüsste was seine ureigensten Bedürfnisse sind als er selbst? Dieser simple Gedanke sollte man jedem der sich so vehement für den „starken Staat“ einsetzt ein Mal äußern. Und der Urfehler sämtlicher Bevormundungs-Ideologien nämlich das der Mensch von Grund auf eigentlich Böse sei und man ihn quasi vor sich selbst schützen müsse sollte ebenfalls jedem freiheitsliebenden, vernunftbegabten Menschen als Unnatürlich und Falsch aufstoßen.

Daher lehnen Libertäre (oder anders ausgedrückt die Anhänger der Östereichischen Schule der Ökonomie) grundsätzlich jede zentralstaatliche Ordnung ab. Denn diese muss beinahe immer zwangsläufig in irgendeiner Form von Unfreiheit und/oder Beschneidung der Recht der Bürger führen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: