Über das Wesen des Libertarismus

Libertäre treten dafür ein den Menschen vom Staat weitgehend zu befreien, ihn nicht länger durch machthungrige Politiker zu belästigen und ihn mit irrsinnigen, wahnhaften Polit-Ideologien zu nerven.

Der Libertarismus akzeptiert die Menschen so wie sie sind und versucht nicht Ihnen ein künstliches Gedankenkonstrukt überzustülpen bzw. sie in ein weltanschaulichen Rahmen hinein zu zwingen.

Wer Libertarismus konsequent auslegt kommt schnell zu der Ansicht das er für jeden genügend Entfaltungsspielraum lässt. Der Grundsatz hierfür ist jedoch das alles auf friedlicher Basis geschieht, auch friedliche Kooperation genannt. Keiner darf den anderen zwingen, es muss auf Grundlage freiwilliger Vereinbarungen zustande kommen und darf nicht unter Anwendung oder Androhung von Gewalt geschehen. Das Eigentumsrecht am eigenen Körper, sowie die individuellen Freiheitsrechte dürfen im gemeinsamen Miteinander ebenfalls nicht verletzt werden und hat jeder Mensch von Geburt an. Sie werden und können von keinem Staat, keiner Weltanschauungsgemeinschaft oder sonst einer Institution verliehen oder aberkannt werden. Freilich werden auch im Libertarismus Verstöße gegen jene oder überhaupt kriminelle Handlungen bestraft. Ob auf Grundlage staatlichen Rechts oder in einer Privatrechtsgesellschaft spielt hierbei einer untergeordnete Rolle.

An für sich Simple und zugleich vernünftige Überlegungen. Und für viele Politiker unserer Zeit jedoch gedanklich offenbar in unerreichbarer Ferne. Sie vertrauen lieber auf noch mehr Kontrolle, noch mehr Staat, noch mehr eine unüberschaubare, verästelte Bürokratie in der sich der einzelne Bürger immer mehr verläuft, sich nicht mehr zu Recht findet und die sicherlich nicht mehr Gerechtigkeit schafft. Eine überflüssige Verordnung durch eine neue „bessere“ zu ersetzen ist schon von Anfang an ein Denkfehler dem leider viele aufsitzen. Wieso muss denn eigentlich alles bis ins Detail geregelt und verordnet und von „höherer Stelle“ organisiert und vorgeschrieben sein? Weil wir uns daran gewöhnt haben? Weil es so schön bequem ist wenn die Verantwortung an ein anonymes Regelwerk übergeben werden kann wo letztendlich alle oder gar keiner Verantwortung übernimmt? Sind wir schon so Kaputt das wir unsere Menschenrechte, unsere individuellen Freiheitsrechte einfach so abgeben, weil es einem im ersten Moment so schön bequem vorkommt? Ich hoffe nicht, dann wäre es wahrhaft nicht mehr weit her mit der Spezies Mensch. Denn wir übersehen eines. Es ist weder langfristig bequemer, noch gerechter, noch effizienter, noch überhaupt irgendwie bereichernd für uns wenn wir weiterhin im beschriebenen politischen und auch philosophischen Irrgarten umherwandeln!

Wenn Kant einst anmahnte das wir uns doch bitte unseres Verstandes bedienen möchten, so kann man diesem Heutzutage nur bekräftigt beipflichten! Viele unserer Mitbürger benutzen diesen offenbar gar nicht oder kaum.

Konsequenter Liberalismus, ist Libertarismus, er ist die Konsequenz aus selbstbewusstem, eigenständigem und eigenverantwortlichem Handeln und Denken! Jeder Mensch ist als Individuum eine eigenständige Einheit, jeder denkt anders und sieht die Welt durch seine Augen, nimmt sie anders war als seine Mitmenschen. Daraus leitet sich die Anschauung des Individualismus ab, er widerspricht jedem Lemminghaften Herdentrieb, Kollektivismus jeglicher Couleur, allen totalitären Bestrebungen die auf die Auslöschung des Einzelnen, des Individuums hinauslaufen. Es gibt kein „allwissendes Kollektiv“, keine staatliche Wahrheitszentrale die alles für einen zu 100%iger Richtigkeit regeln kann, dass können nur wir selbst und sonst Niemand! Das in unserer heutigen Realität sich alle möglichen Institutionen anmaßen über unser Leben unseren Lebenswandel zu bestimmen ist ein Skandal sondergleichen. Es ist eine neue Art von Gedankenfaschismus die sich entwickelt die wohl einer neuartigen Arroganz der Herrschenden entspringt besser zu wissen was für „ihre“ Untertanen richtig ist und was nicht.

Witzigerweise sind es die einstmals den vorgeblich so „revolutionären“ 68er entspringenden „GRÜNEN“ die derzeit als aggressivste Kraft jener Volksbevormunder und Volkspädagogen auftreten. Ihnen ist ein selbstständig entscheidender Bürger ein Gräul, zumindest wenn er nicht in ihrem Sinne entscheidet versteht sich. Erinnert Sie das auch an kommunistische Ideologien? Dort durfte man auch recht „Frei“ reden und sich bewegen, konnte sogar Karriere machen, vorausgesetzt man plapperte schön alles nach was von der Obrigkeit vorgegeben wurde. Ohne kritisch zu hinterfragen oder gar selbstständig zu denken. Wer nicht mitspielte fand sich schnell in der Bedeutungslosigkeit wieder oder gleich in den Kerkern der jeweiligen Gedankenpolizei wieder. Wir erinnern uns an dieser Stelle an die Worte von Ignazio Silone, (übrigens ein italienischer Sozialist!) der einst sagte: „Der neue Faschismus wird nicht kommen  und sagen, ich bin der Faschismus, er wird kommen und sagen: Ich bin der Antifaschismus!“

Man könnt es ergänzen wenn man hinzufügen würde das die Wesensverwandtschaft von Faschismus und Sozialismus mittlerweile zur der Erkenntnis geführt hat das jeglicher Kollektivismus, Totalitarismus immer in der Unfreiheit und letztendlich einer faschistoiden Diktatur enden muss.

Daher ist der Libertarismus die einzige konsequente politische Anschauung die eigentlich keine Politik als immer noch die Beste erkannt hat! Antipolitik schlechthin also. Die Politik hat immer stets mehr Probleme geschaffen als sie letztendlich zu lösen vermochte. Daher ist die Ablehnung der gängigen Politik bzw. des gängigen Politikverständnisses Kernelement libertären Denkens. Die Entpolitisierung möglichst weiter Bereiche des menschlichen Lebens, die Zurückdrängung des Staatswesens aus dem bürgerlichen Leben, die Stärkung von Eigenverantwortung, der individuellen Freiheitsrechte des Einzelnen und die damit verbundene Steigerung des allgemeinen Wohlstandes, technischen Fortschrittes insgesamt, das alles sind Grundpfeiler libertärer Denkweise.

Der Libertäre will letztendlich seine Ruhe haben. Nicht ständig bevormundet und belagert werden von wohlmeinenden Vollidioten die sich gerade zu penetrant anmaßen in sein Leben hineinzupfuschen. Wir wollen freie Menschen und wirklich freie Märkte, ohne staatliche Zwangsmonopole und staatliche Eingriffe die immer nur zu mehr Chaos, mehr Leid und mehr Unsicherheit geführt haben. Wir möchten doch gerne selbst entscheiden was wir und wie wir etwas konsumieren. Wir mögen selbst entscheiden was Gut für uns ist und was nicht, dazu brauchen wir keine staatliche Nanny die uns auf Schritt und Tritt das Leben erklärt! Jahrtausende kam der Mensch sehr Gut ohne Staat aus. Als sich die Menschen freiwillig zu staatsähnlichen Gebilden zusammenschlossen begann der langsame, aber stetige Aufstieg einer Verwaltungs- und Herrschaftskaste die bis zum heutigen Tag uns in ihren Klauen hält. Der Ursprung das der Staat die Bürger sind und die Bürger den Staat stellen wurde längst gebrochen. Der Staat als selbstständig agierende Größe die den Bürgern diktiert wo es lang geht, eine historische Perversion des ursprünglichen Sinns wie sie wohl einmalig in der Geschichte sein dürfte.

Darum wird es mehr als nur langsam Zeit das wir uns unser Naturrecht, nämlich das eines selbst bestimmten und freien Lebens auf dieser Erde zu führen uns wieder zurückholen!

 

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