Kurz notiert: Geldmonopol des Staates und Währungssystem

Ich bin kein Akademiker der sich Jahrzehntelang mit dem Thema Währungsstabilität und ähnlich befasst hat. Aber ich habe so etwas wie gesunden Menschenverstand. Zumindest bilde ich mir das stets ein.

In libertären Kreisen zirkulieren teilweise auch recht widersprüchliche Ideen zu den Themen Währung, Währungsstabilität, Geldmonopol und Inflation. Ich möchte mich hier kurz fassen und es trotzdem verständlich machen. Auch für Menschen die vielleicht noch nie in ihrem Leben etwas von solchen Dingen gehört haben.
Nehmen wir also praktisch an das staatliche Geldmonopol würde abgeschafft werden. Es wären von nun an sämtliche Spielarten von Regionalgeld und ähnlichem zulässig. Grundvoraussetzung sind von da an das bei einem Geschäft beide Seiten das jeweilige Geld als Tauschmittel akzeptieren. Hier der erste Punkt, Geld wird damit wieder zum reinen Tauschmittel an sich. Und hat keinen Selbstzweck oder erweckt wird gar als eine Art Pseudoware betrachtet. Es würde sich nach dem Fall des staatlichen Geldmonopols unter Garantie sehr schnell eine stabile, von allen Menschen akzeptierte (wohl sachwertgedeckte) Währung etablieren. Ich habe kein Problem damit wenn die Menschen eine Art DM 2.0 auf Basis einer Sachwertdeckung einführen und dieses als Tauschmittel für Bundesweite oder gar Europaweite Handelsbeziehungen einsetzen. Nur eben muss jeder die Möglichkeit der freien Wahl seines Zahlungsmittels haben. Das wiederum würde zu massiven Konkurrenzdruck zwischen den Währungen führen und der Staat oder die jeweilige Region, Stadt, Gemeinschaft wo die Währung dann herausgibt wäre dazu genötigt diese möglichst stabil zu halten damit sie nicht in der Bedeutungslosigkeit versinkt bzw. ganz verschwindet. Sie sehen Geldmanipulationen wie das Momentan vie Zentralbankenmonopol und beliebig vermehrbaren, ungedecktem Papiergeld möglich ist wäre damit unmöglich. Durch die Sachwertdeckung der neuen Währungen würden die Menschen vor Inflation ein für alle Mal geschützt sein. Auch hätte so keine Regierung die Möglichkeit via Notenpresse mehr Geld auszugeben als an realen Gegenwerten tatsächlich vorhanden ist. Die Möglichkeiten „über seine Verhältnisse“ zu leben oder bspw. kostspielige und risikoreiche Kriege zu führen würden ein für alle Mal beseitigt oder zumindest auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Die Menschen hätten langfristig stabile wirtschaftliche Verhältnisse. Ihr Geld, letztendlich die Früchte ihrer eigenen Arbeit, würden nicht weginflationiert werden (ihnen also geraubt!) sondern es bliebe ihnen erhalten. Letztendlich würde das Geld mehr Wert werden durch steigende Menge an produzierten Gütern und Dienstleistungen. Das wiederum erhöht den Tauschwert des Geldes an sich.

Sie merken recht schnell das der Wegfall des staatlichen Geldmonopols für den viel zitierten kleinen Mann praktisch gesehen langfristig nur Vorteile hat. Wer nun meinte: „Ja, da musste man ja wieder so kompliziert alles umrechen und überhaupt“ Nun, solchen Leuten kann ich nicht mehr helfen. Davon abgesehen das sich dieses Argument in Luft auflöst, da man sich sehr schnell auf eine einheitliche aber eben stabile, sachwertgedeckte Währung einigen würde. Zudem der Zahlungsverkehr nach wie vor ganz normal über die bereits existenten Bankinstitutionen abgewickelt werden kann.

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